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06. August 2012

Olympiade auf dem Bauernhof

Unterwegs in der Heimat: Ein paar Mal im August verwandelt sich der Plattenhof in St. Peter in eine olympische Sportstätte.

  1. bauernhofolympiade Foto: Verena Pichler

  2. bauernhofolympiade Foto: Verena Pichler

  3. bauernhofolympiade Foto: Verena Pichler

ST. PETER. In London üben sich derzeit die Großen in den verschiedensten Disziplinen, auf dem Plattenhof bei St. Peter tun es die Kleinen: Bei der Bauernhofolympiade dreht sich alles um das landwirtschaftliche Leben. Deshalb gibt es hier statt Kugelstoßen Gummistiefel-Weitwurf, statt Bogenschießen Milchkannen-Zielwurf und statt Sprints Sackhüpfen.

Eigentlich ist bereits die Fahrt zum Plattenhof für Ortsunkundige eine olympische Disziplin. Von St. Peter aus geht es steil den Berg hinauf, links und rechts der kurvigen Strecke liegen jede Menge Höfe, aber eben nicht der Plattenhof. Doch durchhalten lohnt sich – der Hof besticht durch seine ruhige Lage, ebene Wiesen und, für die Eltern ganz wichtig, ein hofeigenes Café.

"Dieser Platz ist hervorragend geeignet für eine Olympiade", schwärmt Elisabeth Ketterer, Vorsitzende der Touristgemeinschaft (TAG), die seit mehr als zehn Jahren die Olympiade organisiert. "Ich habe zwar selbst einen Hof, aber lange kein so schönes Gelände wie die Familie Dold vom Plattenhof."

Auch Hans-Werner Mayer hat den Weg zur Olympiade gefunden. Der Saarländer macht Urlaub in St. Märgen und ist über das Kinderferienprogramm auf die Aktion aufmerksam geworden. "Für unsere Enkelin Pia ist das genau das Richtige", sagt der Großvater. Und hat Recht: Pia und ihre Freundin Vroni schlagen sich in allen Disziplinen sehr gut. Eine Station ist der Sackkarren-Hindernislauf: Während die Stoppuhr unerbittlich läuft, muss Pia zuerst Holzscheite auf den Karren stapeln und diesen dann zwischen verschiedenen Markierungen hindurch lavieren. Natürlich ohne, dass ihr die Scheite vom Karren fallen.

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Ein paar Meter weiter üben sich zwei kleine Mädchen im Gummistiefel-Weitwurf, daneben liefert sich ein Geschwisterpaar ein Duell im Sackhüpfen. "Wir versuchen, für jedes Kind etwas anzubieten", erklärt Elisabeth Ketterer. Meistens kämen die Kinder der Feriengäste aus der Region, aber ab und zu mischten sich auch einheimische Kinder darunter.

Hans Werner Mayer hat das Kinderferienprogramm ganz genau studiert, schließlich wollen die Kids in den Ferien beschäftigt werden. Und heute sind sie das: Zwei Stunden lang kämpfen Pia, Vroni und die anderen um die besten Zeiten, die meisten Punkte und längsten Distanzen. Am Ende gibt es selbstverständlich eine Siegerehrung und kleine Preise.

Autor: Verena Pichler


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