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12. August 2017

ARD und ZDF berichten über Olympia

Die Sender einigen sich mit Rechteinhaber Discovery / Übertragung bis 2024 gesichert.

MÜNCHEN (dpa). Deutschlands TV-Zuschauer müssen bei Olympia zumindest bis 2024 nun doch nicht zwingend umschalten. Livebilder von den kommenden vier Spielen sind weiterhin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen. Das teilten ARD und ZDF sowie Rechteinhaber Discovery am Freitag mit. "Das Ringen um die Liverechte hat sich gelohnt. Unser Publikum kann sich jetzt wieder darauf verlassen, die Spiele in der gewohnten Qualität von ZDF und ARD präsentiert zu bekommen", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut.

Beide Sender dürfen von den Winterspielen 2018 in Pyeongchang, 2022 in Peking sowie den Sommerspielen 2020 in Tokio und 2024 wohl in Paris grundsätzlich über alles berichten. Lediglich im kommenden Februar sind die Wintersportarten Snowboard, Shorttrack, Eiskunstlauf und Eishockey live exklusiv beim Discovery-Sender Eurosport zu sehen. ARD und ZDF kündigten an, Highlights aus dem Eiskunstlauf, Short Track und Snowboard zu übertragen. Die Sender begründeten die Einschränkungen mit dem fehlenden zeitlichen Vorlauf zu den Winterspielen in Südkorea. ARD und ZDF dürfen vom Eishockey-Wettbewerb aber die deutschen Spiele zeigen.

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Überraschend kommt der Deal nicht. Seit Wochen befanden sich alle Parteien wieder in Gesprächen, nachdem eine erste Verhandlungsrunde Ende 2016 gescheitert war. Nach dpa-Informationen sollen ARD und ZDF damals rund 200 Millionen Euro für die Sublizenzen bis 2024 geboten haben. Geschätzte 100 Millionen Euro lag man damals auseinander. Discovery hatte daraufhin angekündigt, Live-Übertragungen exklusiv nur auf Eurosport und anderen hauseigenen Sendern zu zeigen.Das US-Unternehmen hatte die Olympia-Rechte vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für 1,3 Milliarden Euro erworben.

Der Deal muss noch von den zuständigen Gremien der ARD und ZDF abgesegnet werden. Dies gilt indes als Formsache, da das Übereinkommen auch für die Öffentlich-Rechtlichen ein Erfolg auf dem zuletzt immer schwieriger und teurer gewordenen Rechtemarkt ist.

Autor: dpa