Athleten machen Druck auf IOC

sid

Von sid

Fr, 25. Mai 2018

Olympische Spiele

25-prozentige Beteiligung an den Einnahmen gefordert.

BERLIN (sid). Die Revolution im Weltsport nimmt Fahrt auf – und Deutschland wird zur treibenden Kraft. Vertreter der deutschen Athletenkommission haben eine 25-prozentige Beteiligung der Spitzensportler an den Vermarktungs- und Übertragungserlösen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gefordert und wollen den Kampf auf andere Länder ausweiten.

"Wir haben den Kopf bewusst weit aus dem Fenster gestreckt, um neue Verbündete einzusammeln", sagte Athletensprecher Max Hartung. In Kanada und England gebe es couragierte Athletenvertreter, in anderen Ländern nicht. "Wenn man sich gut vernetzt, könnte man eine echte weltweite Athletenvertretung aufbauen", so Hartung. Diskus-Olympiasieger Robert Harting begrüßte den Vorstoß. "Das ist der richtige Weg. Kuscheln bringt da gar nichts", sagte der dreimalige Weltmeister am Donnerstag.

Der noch jungen Bewegung kommt die derzeitige Geldverteilung im Spitzensport ungerecht vor. Das IOC habe an den Übertragungsrechten und an der Verwendung von Bildern der Sportler bei Olympia von 2013 bis 2016 Erlöse in Höhe von umgerechnet 4,8 Milliarden Euro erzielt.