OLYMPIA-SPLITTER

sid

Von sid

Mi, 14. Februar 2018

Olympische Spiele

BIATHLON

Peiffers Systemkritik

Biathlet Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) hat mit dem Sprintsieg in Pyeongchang zwar den größten Moment seiner Karriere erlebt, die olympische Entwicklung verfolgt der 30-Jährige aber kritisch. "Ich finde diesen Gigantismus verkehrt. Weniger wäre mehr, man sollte auf den Umweltschutz achten und weniger Natur zerstören", sagte Peiffer nach der Medaillenzeremonie. Er forderte, die Spiele weniger pompös zu gestalten. Peiffer übte nicht zum ersten Mal öffentlich Kritik. Vor der Abreise nach Südkorea hatte er die diversen Restriktionen während Olympia bemängelt. "Man darf dies nicht sagen und das nicht posten. Auf dem Hinflug muss man genau diese Sachen anziehen und zig Anträge stellen, falls ein Sponsor irgendetwas postet, das mit deinem Namen in Verbindung steht", sagte er. Bezüglich der Entwicklung meinte er im NDR: "Man hat sich sehr vom eigentlichen Olympia-Kern entfernt."

EISHOCKEY

DEB-Team greift ein

Als Olympia-Touristen waren sie bislang vor allem Medaillen-Glücksbringer (u.a. für Laura Dahlmeier und Andreas Wellinger), jetzt greifen Deutschlands Eishockeyspieler beim Winterspiele-Comeback endlich selbst ein. "Bislang konnten wir genießen, jetzt schalten wir um auf Business", sagte der frühere NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff. Knapp eine Woche nach der Ankunft in Südkorea steht in der Nacht auf Donnerstag deutscher Zeit gegen Finnland der erste Olympia-Auftritt seit acht Jahren an. "Auf Olympia liegt nochmal ein ganz anderer Fokus als auf einer WM. Dementsprechend heiß sind wir", sagte Torjäger Patrick Reimer.