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11. August 2012 10:28 Uhr

Sprint-Staffeln

US-Frauen sprinten zum Weltrekord, keine Medaille für Pistorius

Gold und Fabel-Weltrekord für die US-Sprinterinnen, Enttäuschung für "Blade Runner" Oscar Pistorius: Die Staffeln bescherten den 80.000 Zuschauern im Olympiastadion von London einen unvergesslichen Leichtathletik-Abend.

  1. Die US-Staffel feierte ihren Olympiasieg samt neuem Weltrekord ausgelassen. Foto: dpa

Die Amerikanerinnen pulverisierten den knapp 27 Jahre alte Rekord der DDR (41,37) in 40,82 Sekunden und gewannen Gold vor Jamaika (41,41) und der Ukraine (42,04), die jeweils Landesrekord liefen. Im Rekordlauf der USA im Finale über 4x100 m musste sich das als Europameister angereiste DLV-Quartett mit Platz fünf begnügen. Leena Günther (Köln), Anne Cibis (Mannheim), Tatjana Pinto (Münster) und Verena Sailer (Mannheim) landeten in 42,67 Sekunden noch hinter Nigeria. Damit warten die deutschen Sprinterinnen seit der Wiedervereinigung weiter auf eine Staffelmedaille bei Olympia.

Für Pistorius endeten die Spiele ohne die erhoffte Medaille. Der erste doppelt unterschenkelamputierte Läufer bei Olympia führte die südafrikanische 4x400-m-Staffel als Schlussläufer nur auf den achten und vorletzten Platz. Vor einem Jahr hatte Südafrika bei der WM in Daegu noch Silber gewonnen. In einem furiosen Schlussspurt beendeten die Bahamas die Siegesserie der USA und liefen in 2:56,72 Minuten zu Gold. Die geschlagenen Amerikaner, die bei den letzten sieben Sommerspielen ganz oben auf dem Podium gestanden hatten, mussten sich in 2:57,05 Minuten mit Silber vor Trinidad und Tobago (2:59,40) begnügen. Ohne den mittlerweile fünfmaligen Olympiasieger Usain Bolt, dafür aber mit dem zweimaligen Silbermedaillengewinner Yohan Blake hat sich Weltmeister Jamaika für das Finale der 4x100-m-Staffeln am Samstag (21 Uhr OZ/22 MESZ) qualifiziert. Das deutsche Quartett mit Julian Reus (Wattenscheid), Tobias Unger (Stuttgart), Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Lucas Jakubczyk (Berlin) scheiterte dagegen in 38,37 Sekunden als Siebter seines Laufs. Jamaika gewann seinen Lauf in der Besetzung Nesta Carter, Michael Frater, Blake und Kemar Bailey-Cole in 37,39 Sekunden. Allerdings machte die USA mit Jeffrey Demps, Darvis Patton, Trell Kimmons und Justin Gatlin wenige Minuten später mit Landesrekord von 37,38 deutlich, dass der Kampf um Gold spannend werden könnte. Es waren die viert- und fünftbesten jemals gelaufenen Staffelzeiten.

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Die deutsche 4x400-m-Frauenstaffel hat in ihrem Vorlauf den letzten Platz belegt und damit deutlich den Einzug ins Finale am Samstag (20.25 Uhr OZ/21.25 MESZ) verpasst. Das DLV-Quartett lief in der Besetzung Esther Cremer (Wattenscheid), Janin Lindenberg (Magdeburg), Maral Feizbakhsh (Wattenscheid) und Fabienne Kohlmann (Karlstadt-Gambach-Lohr) 3:31,06 Minuten und lag damit knapp sechs Sekunden hinter der siegreichen Staffel von Vize-Weltmeister Jamaika (3:25,13).

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Autor: sid