Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

01. April 2009 16:28 Uhr

Aprilscherz von Hausacher Schülern geht in die Hose

Der Aprilscherz einer Schulklasse in Hausach ging total in die Hose. Sie wollte nur ihrem Klassenlehrer einen Streich spielten, löste aber versehentlich einen Amok-Alarm und einen Polizeieinsatz führte.

HAUSACH. . Betroffen war auch das angrenzende Gymnasium, wo 47 Schüler aus der Abi-Prüfung gerissen wurden. Ob deren schriftliche Arbeiten zählen oder ob ihnen ein Nachtermin angeboten werden muss, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Die Klasse der Kaufmännischen Schule in Hausach pflegt zu ihrem Klassenlehrer ein gutes Verhältnis. Zum 1. April überlegten sich die Schüler deshalb, wie man ihn mit einem Scherz zu einer Kuchenspende bringen könnte. Sie holten die Jacke des Lehrers aus dem Lehrerzimmer. Danach schoben sie ihm, während er gerade in einer anderen Klasse unterrichtet, einen Brief unter der Tür durch. Er könne um 12 Uhr auf dem Schulhof seine Jacke wieder bekommen, wenn er zusage, dass er am nächsten Tag einen "XXL-Kuchen" mit bringe.

Zu besagter Zeit schickten sie einen ihrer Klassenkameraden mit der Jacke ins Freie. Sie gaben ihm auch Kleidungsstücke. Denn zum Spiel gehörte auch, dass sich der Schüler einen Schal um den Kopf wickelt und eine Mütze aufsetzt, damit er nicht gleich zu erkennen ist. Draußen stellte sich der 18-Jährige zunächst vor das Klassenzimmer, wurde von seinen Kameraden aber an eine andere Stelle dirigiert, damit ihn der Lehrer besser findet.

Werbung


Doch auch andere Schüler schauten aus den Fenstern und sahen draußen einen dunkel gekleideten Vermummten mit einer Plastiktüte stehen. Winnenden vor Augen schlugen sie Alarm. Und wie mit der Polizei abgesprochen reagierte auch die Schulleitung: Schulinterner Alarm, Türen wurden verschlossen, die Schüler zogen sich in sichere Ecken Ihrer Zimmer zurück.

Als die Sicherheitsmaßnahmen angelaufen waren, fasste sich der Rektor der Kaufmännischen Schule ein Herz und ging raus. Denn ihm war eingefallen, dass es 1. April ist. Als er den Schüler ansprach, fiel dieser aus allen Wolken, hatte er doch nie einen Amokalarm auslösen wollen. Schnell stellte sich der wahre Sachverhalt raus. Der Alarm konnte zurück genommen werden.

Die Polizei war ebenfalls recht schnell vor Ort und nahm den 18-Jährigen zur Vernehmung mit. Ein strafbares Verhalten kann man ihm und seinen Klassenkameraden nicht vorwerfen. Nur eine "grenzenlose Dummheit".

Unklar ist bislang, wie es mit den Abiturienten weiter geht. Sie hätten bei Alarmauslösung für ihre Arbeiten in den Fächern wie Musik, Biologie oder auch Bildende Kunst noch rund eine halbe Stunde Zeit gehabt. Sie brachten zwar nach dem Alarm und der Rückkehr an ihre Plätze die Prüfungen zu Ende. Doch ob und wie diese gewertet werden, wird die Schulbehörde zu entscheiden haben.

Autor: bz