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11. März 2010

"Die Krise scheint vorerst überwunden"

Forstwirtschaftliche Vereinigung Mittlerer Schwarzwald freut sich über hohe Nachfrage nach Holz .

  1. Holz ist gefragt – zur Freude der Ortenauer Waldbauern. Foto: H.  Röderer

ORTENAU (BZ). Bei der Hauptversammlung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mittlerer Schwarzwald (FMS) zogen die Waldbesitzer eine durchwachsene Bilanz für 2009. Für 2010 gehen sie von einer weiter positiven Entwicklung der bereits eingetretenen Belebung aus. Vorsitzender Peter Wälde konnte in der gut besuchten Veranstaltung in der Hausacher Stadthalle rund 150 Gäste begrüßen. Forstpräsident Meinrad Joos beleuchtete in seinem Grußwort die Bedeutung der Holz und Forstwirtschaft in der Region und sagte der FMS auch für die Zukunft eine partnerschaftliche Unterstützung zu. Auch der Hausacher Bürgermeister Wöhrle arbeitete den hohen Stellenwert der gemeinsamen Holzvermarktung heraus, die Kommunen bringen sich gerne bei der Forstlichen Vereinigung ein, ihr Anteil am abgewickelten Volumen beträgt immerhin 25 Prozent.

Laut Geschäftsführer Joachim Prinzbach konnten die Kunden trotz schwieriger Rahmenbedingungen bis zum Sommer vertragskonform beliefert werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage und positiver Preistendenz ab dem Spätsommer forcierten die Waldbesitzer den Einschlag deutlich. Die Bilanz für 2009: Das Gesamtvolumen betrug rund 290 000 Festmeter, davon rund 70 000 Festmeter Industrieholz, 200 000 Festmeter Sägeholz und hiervon wiederum 20 000 Festmeter Starkholz – das entspricht einem Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro. Trotz dieses Rückgangs um gut zehn Prozent sieht Prinzbach vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise noch ein befriedigendes Geschäftsjahr 2009.

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Zur aktuellen Lage stellte der Geschäftsführer fest, dass sich die Absatzmärkte der Kunden deutlich beleben. Die Nachfrage nach Holz sei momentan sehr hoch. Für den weiteren Verlauf in 2010 wird eine weitere positive Entwicklung der bereits eingetretenen Belebung erwartet. Die Krise scheine also vorerst überwunden. Als Basis für ein betriebswirtschaftlich erfolgreiches Forstjahr setzt die FMS auf ein gut strukturiertes Kundenportfolio, mit einem deutlichen Schwerpunkt bei den regionalen Partnern. Ein weiterer Ausbau der erfolgreichen Kooperationen mit den Mitgliedern und der Forstverwaltung ist eine weitere Grundlage.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Konrad Räpple und Otmar Ritter, sie brachten sich, so Vorsitzender Peter Wälde, intensiv für den Aufbau der FMS ein.
Die Neuwahlen bestätigten Peter Wälde als Vorsitzenden und Karl Burger als Stellvertreter. Zum Vorstand gehören zudem: Thomas Becherer, Bernd Blum, Heinrich Danner, Thomas Dieterle, Herbert Fehrenbach, Johann-Georg Gruber, Michael Heid, Siegfried Huber, Robert Müller, Jürgen Nowak, Frank Philipp, Roland Schillinger und Hubert Vogt.

Gastreferent Carsten Leßner, Geschäftsführer des deutschen Forstwirtschaftsrates, ging auf die zukunftsfähige Ausrichtung von forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen ein. Er forderte hierbei leistungsfähige, professionelle, unternehmerisch ausgerichtete forstliche Zusammenschlüsse und bescheinigte, dass die FMS bereits gut aufgestellt ist. Unternehmensberater Jürgen Eller erläuterte die bereits abgeschlossenen Projekte. So habe es unter anderem im Herbst eine "Zukunftswerkstatt FMS" gegeben, die deutliche Impulse erbracht habe. Seitens der Mitglieder und des Vorstands sei eine weitere Unternehmensentwicklung vorgesehen. Die Strukturen sollen vereinfacht und die Rechtsform der aktuellen Ausrichtung und dem momentanen Bedarf angepasst werden. Auch eine breitere Positionierung, eine Öffnung für Neumitglieder und ein Ausbau des Dienstleistungsangebots sind angedacht.

Autor: bz