Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

13. Oktober 2017

Gold-Regen über der Ortenau

DLG gibt Ergebnisse der Bundesweinprämierung 2017 bekannt.

ORTENAU. Die DLG – Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft – hat am Donnerstag die Ergebnisse der Bundesweinprämierung 2017 bekanntgegeben. Mit 21 "Goldenen DLG-Preisen Extra" stellt Baden die meisten Weine und Sekte der höchstdekorierten Stufe, "Gold Extra".

In vier Runden der nach eigenen Angaben "führenden Qualitätsprüfung für deutsche Weinerzeuger" testete die DLG rund 4500 Weine und Sekte aus den deutschen Anbauregionen. Die DLG-Weinexperten vergaben 62 Gold-Extra-, 849 Gold-, 1626 Silber- und 981 Bronze-Medaillen. An Baden entfielen neben 21 Extra-Medaillen auch 185 Gold-, 308 Silber- und 167 Bronze-Medaillen. Die Verleihung der Bundesehrenpreise – sie gehen an die Betriebe mit den herausragendsten Gesamtsortimenten – findet am Donnerstag, 26. Oktober, in Stuttgart statt.

Von den 18 "Extra"-Medaillen für badische Weine gingen alleine 13(!) an Betriebe aus der Ortenau: Scheurebe (Oberkircher Winzer), Scheurebe (Winzerkeller Hex vom Dasenstein, Kappelrodeck), Riesling (Weingut Andreas Laible, Durbach), Müller-Thurgau (WG Rammersweier), Scheurebe (Durbacher WG), Grauburgunder Fass 16 (Weingut Heinrich Männle , Durbach), zweimal Spätburgunder SLK (Affentaler Winzer in Bühl), Spätburgunder (Winzerkeller Hex vom Dasenstein), Riesling Vinum Nobile und Riesling Collection Oberkirch (Oberkircher WG), Spätburgunder (Weingut Schwörer, Durbach) und Merlot SLK (Affentaler Winzer). Drei weitere "Gold Extra"-Medaillen gingen an badische Winzersekte, alle außerhalb der Ortenau.

Werbung


Die Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll, so die DLG, "dass die deutschen Winzer in keinem Segment den internationalen Vergleich scheuen müssen". Die ausgezeichneten Weine und Sekte aus der Bundesweinprämierung seien "Spitzenprodukte von bester Provenienz mit regionalem Charakter". In den Prüfrunden seien mehrheitlich Weißweine des Jahrgangs 2016 geprüft worden, "die analytisch und sensorisch sehr ausgewogen waren und keine übermäßigen Säure- oder Alkoholgehalte aufwiesen".

Im Weißweinbereich seien, wie sich in den vergangenen Jahren bereits andeutete, aromatische Rebsorten ein fester Bestandteil des Repertoires geworden. Die deutschen Winzer "beherrschen den sortentypischen Ausbau und die Herausarbeitung unterschiedlicher Stilrichtungen bei Sauvignon Blanc, Scheurebe, Muskateller & Co. mittlerweile perfekt".

Im Rotweinbereich reiche das Spektrum von jungen Rotweinen, durchaus auch mit leichten Restzuckergehalten, über gereifte bis zu trockenen Rotweinen internationaler Klasse. Auch bei diesen Produkten aus hochreifem Lesegut gelinge es den Winzern, sortentypische Merkmale sicher herauszuarbeiten. Die DLG-Weinexperten werten dies als eine sehr positive Entwicklung gegenüber den doch deutlich "botrytisgeprägten" Weinen vergangener Jahrgänge.

Die meisten Auszeichnungen für Weine und Sekte überhaupt erzielten mit 1154 Prämierungen die Winzer aus der Pfalz, gefolgt von Baden (722), Württemberg (542) sowie Rheinhessen (495). Im Rahmen der Bundesweinprämierung wurden einmal mehr auch die besten Kollektionen in den Kategorien "Weißwein trocken", "Weißwein fruchtig", "Rotwein trocken", "Barrique trocken" und "Edelsüß" ermittelt und ausgezeichnet. Die beste Kollektion "Edelsüß" hatte die Durbacher Winzergenossenschaft vorgelegt. Zwei Sonderpreise für die besten Sekt-Kollektionen "brut" und "fruchtig" wurden ebenfalls vergeben.

Alle Testergebnisse unter http://www.dlg-bwp.de/preistraeger veröffentlicht.

Autor: Hubert Röderer