Bahnunglück in Österreich

dpa

Von dpa

Di, 13. Februar 2018

Panorama

Eurocity Richtung Saarbrücken kollidiert mit Regionalzug / Ein Toter und mehrere Verletzte.

NIKLASDORF (dpa). Auf dem Weg von Graz nach Saarbrücken ist am Montag in Österreich ein Eurocity (EC) mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Dabei kam laut Polizei eine Frau ums Leben. Außerdem wurden 22 Insassen, darunter drei Kinder, verletzt.

Der Eurocity 216 war im Bereich des Bahnhofs von Niklasdorf in der Steiermark mit einem Nahverkehrszug seitlich kollidiert. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sprachen zunächst nur von schwer verletzten Opfern. Bei einem Waggon des EC wurde die gesamte Fensterfront weggerissen.

Das Unglück ereignete sich kurz vor 13 Uhr bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof. Wie es zu dieser sogenannten Flankenkollision gekommen ist, war aber zunächst unklar. Nach Angaben eines Polizeisprechers hat sich der Zusammenstoß offenbar im Bereich von Weichen ereignet, wo sich die Züge näher kommen können.

Mehrere Waggons wurden beschädigt. Ein Waggon entgleiste nach dem Zusammenstoß. In welchem Zug die Tote saß, war bis Redaktionsschluss ebenfalls nicht bekannt. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Dutzende Passagiere mussten auch wegen eines Schocks betreut werden.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Einsatz von Hubschraubern war wetterbedingt nicht möglich. Durch die Kollision wurden auch Masten und Oberleitungen der ÖBB beschädigt. Inwieweit auch das Gleisbett durch die aus den Schienen gesprungenen Züge in Mitleidenschaft gezogen worden ist, dazu gab es am Montag noch keine nähere Auskunft.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn reagiert geschockt und sprach den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus. Nach Bahnangaben wird der Zug aus Deutschland auf österreichischem Gebiet von der ÖBB betrieben. Dazu werde in Salzburg das Zugpersonal komplett gewechselt.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Meine Gedanken sind bei der Familie & den Freunden des Todesopfers. Allen Verletzten wünsche ich eine baldige Genesung. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, die vor Ort helfen!"