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15. Juli 2012 13:50 Uhr
Bremen
Familiendrama: Bruder tötet Bruder
Er verbarrikadierte sich mit seinem Bruder stundenlang im Keller – als die Polizei das Haus stürmte, war es schon zu spät: Der 63-Jährige hatte seinen Bruder bereits getötet.
Bei einem Familiendrama in Bremen hat ein 63 Jahre alter Mann seinen sieben Jahre älteren Bruder getötet. Die Polizei war zunächst von einer Geiselnahme ausgegangen, weil sich der mutmaßliche Täter mit seinem Opfer im Keller seines Einfamilienhauses verbarrikadiert hatte. Da der Mann aber keinerlei Forderungen stellte und es den Beamten auch nicht gelang, zu ihm Kontakt aufzunehmen, stürmten Spezialeinsatzkräfte der Polizei nach knapp vier Stunden das Einfamilienhaus im Stadtteil Huchting. Dort fanden die Polizisten im Keller die Leiche des 70-Jährigen. Den 63-Jährigen nahmen sie als mutmaßlichen Täter fest.
Das Opfer hatte schwere Kopf- und Brustverletzungen, berichtete ein Polizeisprecher am Nachmittag am Einsatzort. Über die Tatwaffe und weitere Einzelheiten des Familiendramas gab es zunächst keine Angaben. Die Hintergründe der Tat und die Motive des 63-Jährigen sind noch völlig unklar. "Dazu können wir noch gar nichts sagen", sagte der Sprecher. "Wir gehen davon aus, dass der Täter psychische Probleme hat."
Die Ehefrauen der Männer waren von der Polizei vor der Stürmung des Hauses in Sicherheit gebracht worden. "Die Frau des Tatverdächtigen hat uns am Morgen informiert, dass ihr Mann sich mit seinem älteren Bruder im Keller verbarrikadiert hat", sagte der Polizeisprecher zum Ablauf des Einsatzes.
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Nach der Alarmierung hatte die Bremer Polizei zahlreiche Einsatzkräfte zusammengezogen und versucht, mit dem 63-Jährigen im Haus Kontakt aufzunehmen. Dies sei aber über einen längeren Zeitraum nicht gelungen, berichtete der Sprecher. Als die Beamten das Haus stürmten, fanden sie den 70-Jährigen tot im Keller.
Am Nachmittag untersuchten Beamte der Kriminalpolizei, der Spurensicherung und ein Gerichtsmediziner den Tatort. Der 63-Jährige wurde im Polizeigewahrsam von der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft befragt, bevor er einem Haftrichter vorgeführt werden sollte.
Autor: dpa



