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10. Februar 2012
Familienunglück durch kaputte Heizung
In Hamm sterben zwei Kinder an Kohlenmonoxidvergiftungen / Eltern und Geschwister gerettet.
HAMM (dpa). Eine defekte Heizung hat im westfälischen Hamm ein Unglück in einer Großfamilie angerichtet. Zwei Kinder starben, die anderen fünf Familienmitglieder kamen mit schweren Vergiftungen ins Krankenhaus. Offenbar war seit Tagen tödliches Kohlenmonoxid ausgeströmt.
Zwei Familienmitglieder fanden die Retter am späten Mittwochabend bewusstlos in dem Einfamilienhaus. Sie konnten reanimiert werden. Die Eltern und die drei überlebenden Kinder der Patchworkfamilie wurden am Donnerstag mit Hubschraubern in eine Spezialklinik geflogen. Zu den Verletzten gehören der 57 Jahre alte Vater und die 41-jährige Mutter sowie zwei Jungen im Alter von 7 und 18 Jahren und eine 16-jährige Tochter. Bei den toten Kindern handelt es sich um zwei junge Männer im Alter von 18 und 20 Jahren, sagte ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ordnete eine Obduktion der Leichen an. Für ein Fremdverschulden lägen keine Anzeichen vor, hieß es in einer Erklärung der Polizei. Ein noch größeres Unglück verhinderte ein Schulfreund von einem der Jungen. Er hatte am Mittwoch gegen 22 Uhr nach seinem Freund geschaut, der schon seit drei Tagen nicht mehr in der Schule war. Dieser soll am Telefon geklagt haben, dass es ihm nicht gut gehe, erklärte die Polizei. Als der 18-Jährige in das beleuchtete Haus schaute, entdeckte er zwei leblose Körper und rief die Polizei. Die Retter brachen sofort die Tür auf und kümmerten sich um die Familie. Mehrere Polizisten und Feuerwehrmänner kamen nach der Rettungsaktion selbst mit Kohlenmonoxidvergiftungen bis zum Morgen ins Krankenhaus.
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"Es kann durchaus sein, dass schon vor Tagen Kohlenmonoxid entwichen ist", sagte Feuerwehrsprecher Lothar Robers. Wenn man Kohlenmonoxid einatme, komme es zu Gleichgewichtsstörungen, dann zu Kopfschmerzen. Bei zunehmender Konzentration könne es zu Bewusstlosigkeit oder zum Tod führen. Weil das Gas geruchslos ist, werde es nicht bemerkt.
Autor: dpa
