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11. September 2008

Haiti droht der Hunger

800 000 Inselbewohner brauchen nach den Hurrikans dringend Hilfe / Ike nimmt Kurs auf die USA

HAVANNA (dpa/AFP) Nach den schweren Verwüstungen und Überschwemmungen durch Hurrikans droht Haiti eine Hungersnot. Seit August haben die Wirbelstürme auch auf Kuba sowie auf den Bahamas Zerstörungen angerichtet, doch ist in Haiti das Ausmaß der Katastrophe noch immer nicht abzusehen.

"Es ist so schlimm, dass man sich manchmal die Augen reibt", sagt die Repräsentantin der Diakonie Katastrophenhilfe, Astrid Nissen. "Die Straßen sind abgeschnitten. Und schnelle Lösungen sind nicht in Sicht." Der Hurrikan Ike war am Mittwoch nach seinem verheerenden Zug über Kuba in den Golf von Mexiko gezogen und hat Kurs auf Texas genommen.

Weite Teile Haitis stehen seit über einer Woche unter Wasser und sind nach wie vor nicht für Hilfstransporte mit Lastwagen erreichbar. 250 000 Einwohner sind in der Stadt Gonaïves eingeschlossen, seit Tropensturm Hanna die Niederungen mit den Reis-, Mais- und Bohnenfelder überschwemmte. Die Vereinten Nationen haben zu Spenden aufgerufen. Es wird geschätzt, dass 800 000 Haitianer – zehn Prozent der Bevölkerung – dringend humanitäre Hilfe benötigen.

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Nach seinem tödlichen Wüten in der Karibik hat der Hurrikan Ike Kurs auf die Südküste der USA genommen. Von Kuba aus bewegte sich der Wirbelsturm am Mittwoch langsam auf Texas zu. Über den warmen Gewässern des Golfs von Mexiko könnte der auf die Kategorie eins zurückgestufte Sturm wieder an Stärke gewinnen, bevor er nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums voraussichtlich am Samstag in Texas auf Land trifft.

Autor: afp