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18. Juni 2010
Lachsfarmen schaden Umwelt
Bedrohung stärker als gedacht.
GÖTTINGEN (dpa). Chilenische Lachsfarmen sind eine viel stärkere Bedrohung für die Umwelt als befürchtet. Das haben Göttinger Forscher zufällig bei einer Studie zur Kommunikation von Walen vor der Pazifikküste Patagoniens beobachtet. In der unmittelbaren Umgebung der Lachsfarmen gebe es kaum noch anderes Leben, berichtete das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation.
Chile ist weltweit einer der wichtigsten Produzenten von Zuchtlachs und exportiert Fische im Wert von mehr als zwei Milliarden US-Dollar im Jahr (1,6 Milliarden Euro). Lachsfarmen gelten generell als großes Umweltproblem. Das Ausmaß sei jedoch unterschätzt worden, betonen die Forscher. Ihre Gruppe wollte in den Pazifikgewässern Patagoniens eigentlich die akustische Kommunikation der Wale untersuchen. Eher durch Zufall stießen sie dabei auf die Folgen der Lachszucht.
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Autor: dpa
