Schlammlawinen in Kalifornien

dpa

Von dpa

Fr, 12. Januar 2018

Panorama

Mehrere Tote und Verletzte nach schweren Regenfällen an der amerikanischen Westküste.

MONTECITO (AFP/dpa). Nach verheerenden Schlammlawinen mit mindestens 17 Toten im US-Bundesstaat Kalifornien läuft die Suche nach möglichen weiteren Opfern auf Hochtouren: Hunderte Helfer suchten auch am Donnerstag noch nach Überlebenden. Mehr als ein Dutzend Menschen wurde in der Nacht noch vermisst. Die Rettungskräfte befürchteten deswegen, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte.

Die Erdrutsche waren durch einen heftigen Regensturm in der Nacht zum Dienstag ausgelöst worden. Schlammlawinen und Geröll richteten im Landkreis Santa Barbara nordwestlich von Los Angeles schwere Verwüstungen an. Die Region war erst vor wenigen Wochen vom "Thomas"-Feuer heimgesucht worden, dem zweitgrößten Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens.

"Wir sind traurig mitzuteilen, dass die Bilanz der Todesopfer auf 17 Personen gestiegen ist", sagte der Sheriff von Santa Barbara, Bill Brown, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. 28 Menschen seien verletzt worden. 30 000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Einige Bewohner hätten die Anweisungen jedoch ignoriert, sagte Brown.

Zahlreiche Häuser in Montecito wurden zerstört oder beschädigt. Die US-Moderatorin Oprah Winfrey veröffentlichte ein Video ihres Gartens, der voller Schlamm und Trümmer war.

Betroffen war auch Moderatorin Ellen DeGeneres. Sie veröffentlichte ein Foto von sich selbst im Schlamm neben einem umgestürzten Baum in der Nähe ihres Hauses. "Ich weiß noch nicht, was mit unserem Haus ist", schrieb sie. "Ich bin untröstlich für unsere Gemeinde Montecito."