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08. Februar 2012

Spanische Klinik muss nach Brust-OP zahlen

MADRID (dpa). Im Skandal um Billig-Brustimplantate aus Frankreich sind in Spanien erstmals ein Schönheitschirurg und eine Klinik zu Schadenersatzzahlungen verurteilt worden. Ein Gericht in Madrid entschied, dass der Mediziner und das Krankenhaus einer Patientin eine Entschädigung von insgesamt rund 7500 Euro zahlen müssen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE berichtet, waren der damals 35-jährigen Frau im Jahr 2001 Silikonkissen des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) eingesetzt worden. Eines der Brustimplantate platzte später. Unangenehme Folge: Die Patientin musste sich erneut unters Messer legen. Nach Ansicht der spanischen Richter hatten die Ärzte es versäumt, ihre Patientin vor dem Eingriff ausreichend über die Risiken der Billig-Brustimplantate aufzuklären. Nach Schätzungen von Experten haben sich insgesamt 18 000 Frauen in Spanien die als besonders reißanfällig geltenden PIP-Silikonkissen einpflanzen lassen.

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Autor: dpa