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03. November 2009
Stiftung gegen Gewalt an Schulen
Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden / Notruf für Eltern, Anlaufstelle für Schüler
STUTTGART (dpa). Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden soll bald eine Stiftung helfen, Gewalt an Schulen vorzubeugen. Initiator ist das Aktionsbündnis Amoklauf, das sich nach der Bluttat gegründet hatte. Dabei hatte am 11. März ein 17-Jähriger an einer Realschule in Winnenden und dann auf der Flucht nach Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Der Sprecher des Bündnisses, Hardy Schober, sagte, die Stiftung "Gegen Gewalt an Schulen" werde von Bundespräsident Horst Köhler unterstützt und am 18. November gegründet. Schobers Tochter war bei dem Amoklauf getötet worden. Ziel der Stiftung soll es unter anderem sein, einen Notruf für Eltern einzurichten, sich für den Aufbau einer Modellschule einzusetzen, Lehrer-Eltern-Seminare zu organisieren und Wettbewerbe für Schulklassen auszuschreiben, die sich für Prävention engagieren. Außerdem soll eine Anlaufstelle geschaffen werden, bei der Schüler telefonisch, per E-Mail oder SMS Anzeichen für Gewalt, Mobbing von Mitschülern oder Amokdrohungen melden können. Die Sprecherin des Aktionsbündnisses, Gisela Mayer, kündigte an, die Stiftung wolle auch Spenden einwerben, um zusätzliche Schulpsychologen zu finanzieren. Mayers Tochter war Referendarin und ebenfalls unter den Opfern.
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Autor: Tagesspiegel
