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23. Februar 2012

Costa Concordia

Taucher finden acht Leichen

Tote im Wrack der Costa Concordia.

GIGLIO/ROM (dpa/AFP). Fast sechs Wochen nach der Havarie der Costa Concordia haben Taucher am Mittwoch acht Leichen in dem überfluteten Teil des Kreuzfahrtschiffes gefunden. Nach vier Toten am Vormittag sichteten die Bergungsteams später vier weitere Leichen, wie italienische Medien übereinstimmend berichteten. Alle befanden sich auf dem vierten Deck des Schiffes. Sieben Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes werden noch vermisst. Die ersten drei der am Mittwoch gefundenen Toten – ein Kind, eine Frau und ein Mann – sind geborgen und nach Grosseto in ein Leichenschauhaus gebracht worden. Die Bergungsarbeiten mussten danach jedoch wegen schlechter Wetterlage unterbrochen werden.

Unter den Toten soll auch die fünfjährige Italienerin Dayana Arlotti aus Rimini sein, deren Schicksal in Italien viel Anteilnahme gefunden hat. Sie war zusammen mit ihrem kranken Vater auf der Kreuzfahrt. Dieser gehört nach wie vor zu den Vermissten. Ansonsten wurde über die Identität der jetzt entdeckten Leichen zunächst nichts bekannt. Vor drei Wochen war das bisher letzte Opfer identifiziert worden. Anfang Februar hatten die Rettungskräfte auf Giglio die Suche nach den Vermissten im versunkenen Teil des Wracks offiziell eingestellt. Grund dafür war vor allem die Sicherheit der Taucher, die an dem halb untergegangen Wrack arbeiteten. Später wurde aber eine weitere Suche im Wrack doch möglich. Die italienische Justiz hat mittlerweile Ermittlungen gegen sieben Verantwortliche eingeleitet – vier Mitarbeiter des Schiffspersonals und drei weitere Angestellte.

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Autor: afp