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20. August 2008
TIERISCH
Neue Räder, neue Liebe
Dank einer ungewöhnlichen Gehhilfe hat eine gelähmte Schildkröte in einem Jerusalemer Zoo jetzt endlich auch die große Liebe gefunden. Die zehnjährige Arava kam vor wenigen Monaten in den Biblischen Zoo, wie Sprecher Schmulik Jedvad berichtete. Weil das Tier an den Hinterbeinen gelähmt war, statteten die Pfleger Arava mit einem extra angefertigten kleinen Metallwagen auf zwei Rädern aus, der rundherum an dem Panzer der Schildkröte befestigt wird. Mit seinem exotischen Gefährt rollte das 25 Kilo schwere Reptil nun förmlich in das Herz eines gleichaltrigen Männchens. Der Schildkrötenmann sei so beeindruckt, dass er Arava nun unermüdlich nachlaufe, berichtete Zoosprecher Jedvad. Elstern erkennen sich
Nicht nur Säugetiere, auch Elstern können sich selbst im Spiegel erkennen. Das haben Kognitionsforscher herausgefunden. Bisher war die Selbsterkennung nur bei Menschen, Affen, Delfinen und Elefanten nachgewiesen. "Unsere Ergebnisse stellen den ersten Beleg dar, dass auch Arten sich selbst erkennen können, die keine Säugetiere sind", heißt es in einem in der Zeitschrift PLoS Biology veröffentlichten Artikel. Im Markierungstest, wie er auch bei Kindern und Menschenaffen eingesetzt wird, reagierten die Elstern so, als sei das Spiegelbild ein Abbild ihrer selbst. Damit sei der Beweis erbracht, dass komplexe Denkprozesse und Bewusstsein nicht nur bei Säugetieren entstanden seien. Diese Leistungen müssten in der Evolution parallel entstanden sein, denn Vögel und Säugetiere haben sich seit mindestens 300 Millionen Jahren getrennt entwickelt.Uhus markieren mit Kot
Uhus nutzen anscheinend ihren Kot und die Federn von Beutetieren dazu, das Revier um ihr Nest zu markieren. Wie das Online-Journal PLoS ONE berichtete, markieren die Raubvögel die Umgebung ihres Nestes vor allem in der Zeit, in der die Weibchen brüten oder die Jungen einen besonderen Schutz benötigen. "Ein solches Verhalten wurde bei Vögeln bislang weitgehend übersehen", sagte die Forscherin María del Mar Delgado. Die Markierung solle verhindern, dass es zu folgenschweren Kämpfen mit Eindringlingen kommt. Uhus sind monogame Vögel und reagieren in der Zeit, in der sie Junge haben, äußerst aggressiv auf Eindringlinge in ihrem Revier. Kämpfe mit Artgenossen enden nach Beobachtung der Wissenschaftler zuweilen sogar mit dem Tod eines der Kontrahenten. Neben ihrem weißen Kot benutzen die Uhus gut sichtbare Federn von Beutetieren. Wal hält Boot für Mama
Ein vor der australischen Küste verlassenes Buckelwalbaby will sich nicht von der Yacht trennen, die es offenbar für seine Mutter hält. Naturschützer zeigten sich besorgt über die Überlebenschancen des Meeressäugers, nachdem ein Versuch fehlgeschlagen war, das Jungtier zurück aufs offene Meer zu locken. Nach Angaben des Sprechers der australischen Naturschutzbehörde, Chris McIntosh, droht das etwa zweimonatige Kalb zu verhungern oder einem Haiangriff zum Opfer zu fallen. Das Jungtier sei möglicherweise von seiner Mutter verlassen worden. Es hatte sich am Montag an eine Yacht in der Nähe von Sydney geheftet und versucht, an dem Schiff zu saugen. Wildschützer lockten das Jungtier daraufhin mit der Yacht einen Kilometer aus der Bucht in der Hoffnung, dass es dort seine Mutter finden werde. Am Dienstag wurde das Kalb aber wieder nahe der Boote gesehen.
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Autor: AFP



