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09. Februar 2012
Winter sollen kalt bleiben
Die derzeitige Kälte bestätigt neueste Klimastudien / Schmelzendes Eis in der Arktis als Grund.
BERLIN/OFFENBACH (dpa). Der klirrend kalte Winter in Europa erscheint wie eine Bestätigung jüngster Klimastudien. Einige Forscher sagen mehr kältere Wetterlagen im Winter voraus, wenn das Eis in der Arktisregion nördlich Europas weiter so stark schmelzen sollte wie bislang. Die These der deutschen Forscher: Die von Treibhausgasen verursachte Erderwärmung lässt das Eis der Arktis zurückgehen. Aufgrund der kleiner werdenden Eisfläche wird mehr Wasser erwärmt und damit auch die Luft darüber. Dies wiederum lasse durch komplexe Wechselwirkungen kalte arktische Luft im Winter besser bis nach Europa vordringen, erläutert Ralf Jaiser vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut. Folge seien extrem kalte Wetterlagen im europäischen Winter. Ihre Thesen sprechen den Wissenschaftlern zufolge nicht gegen die Erderwärmung. "Wir sagen, dass es in der Arktis wärmer und bei uns kälter wird. Auf Spitzbergen ist es im Moment ungewöhnlich warm und es regnet", erläutert Jaiser. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen bereits Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften in Kiel im Jahr 2010.
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Die ersten sieben Februartage waren in Deutschland jedenfalls wesentlich kälter als normal: Um 11,5 Grad weiche der Durchschnittswert vom langjährigen Mittel nach unten ab, sagte Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), am Mittwoch. Es hänge vom Rest des Monats ab, ob der ganze Winter unter dem Strich etwas zu kalt ausfällt. Nach den zu warmen Monaten Dezember und Januar liege der Durchschnittswert derzeit immer noch knapp ein Grad im Plus.
Autor: dpa
