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28. Juli 2012

Parken und Wasserqualität im Fokus

Bürger erarbeiten auf Einladung von Bürgermeister Oliver Martini Vorschläge zur Verbesserung des Naherholungsgebietes am Gifiz.

  1. Wasserpflanzen sind ein gutes Zeichen für die Qualität des Gifizsees. Die Nährstoffe, die sie aufnehmen, fehlen schädlichen Algen, um sich auszubreiten. Weil der See derzeit aber großflächig „verkrautet“ ist, setzten die Technischen Betriebe ein vor wenigen Jahren gebraucht günstig erworbenes „Mähboot“ ein. Fred Hugle von der DLRG steuerte den Kahn über den See, Andreas Steinbach von den TBO bediente den Mähbalken am Bug. Foto: Seller

  2. An schönen Tagen dauerbelegt: die Parkplätze an der Platanenalle nahe des Biergartens auf der Gifiz-Halbinsel Foto: Gertrude Siefke

OFFENBURG. Das Beteiligungsverfahren zur Umgestaltung des Gifizareals geht in die nächste Runde: Die von der Stadt beauftragten Planer sollen die Ergebnisse der beiden Workshops in dieser Woche – Entschärfung der Parkplatzsituation auf der Halbinsel und Sicherung der Wasserqualität – in ihr Konzept einarbeiten und dem Planungsausschuss im November einen Zwischenbericht vorlegen. Zeitnah soll eine weitere Bürgerinformation folgen.

27 Männer und Frauen aus Uffhofen haben auf Einladung von Baubürgermeister Oliver Martini zwei Arbeitsgruppen gebildet: 15 Bürger beschäftigten sich mit den Themen "Halbinsel/Biergarten/Parkplatz", zwölf mit dem Komplex "Gifiz-Strandbad/Seerundweg". Moderiert wurden die zum Teil sehr lebhaft geführten Diskussionen von der Leiterin des Stadtteilzentrums Uffhofen, Christina Fessler, und Stadtplanerin Jutta Herrmann-Burkart.

Eine Pattsituation wurde bei der Frage erreicht, ob die Parkmöglichkeiten ausreichen oder ob es mehr Abstellplätze für die Nutzer des Gifiz geben soll.

Bewuchs soll möglichst rasch gelichtet werden

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Einigkeit herrschte darüber, dass der Parkplatz des Strandbades, der Lehrerparkplatz der Konrad-Adenauer-Schule sowie der Messeparkplatz zur Verfügung stehen müssen. Generell wurden Parkmöglichkeiten favorisiert, die nicht direkt an bebautem Gelände liegen. Vorgeschlagen wurde, Rikscha-Fahrten anzubieten und vom Tiergehege zum Biergarten eine Fähre zu installieren. Fast ausschließlich negativ bewerteten die Teilnehmer den Vorschlag, an der Einfahrt zur Halbinsel und direkt vor dem Biergarten den Wagen abzustellen. Acht von 15 Bürgern sprachen sich gar dafür aus, den Biergarten zu verlegen, zum Beispiel in den Bereich der Minigolfanlage oder auf das Areal des Hundesportvereins. Die Runde wandte sich nicht generell gegen einen Biergarten am Gifiz, monierte jedoch, dass an schönen Tagen inzwischen sehr viele Besucher kommen, daher sollte die Zahl der Sitzplätze überprüft werden. Die Verwaltung wurde beauftragt zu untersuchen, ob denn ausreichend Parkmöglichkeiten für die Anwohner vorhanden seien und ob ein Parkraumkonzept mit Anwohnerparkzonen, Halteverbotszonen und Kontrollen umsetzbar sei. Die zweite Gruppe plädierte dafür, Strandbad und Badebuchten regelmäßig von Algen und Bewuchs zu befreien und die Wasserqualität sicherzustellen, gerade vor dem Hintergrund, dass künftig noch mehr Gäste erwartet werden. Die Wege will die Runde in der bisherigen Form erhalten, aber qualitativ verbessert wissen. Die Planer hatten vorgeschlagen, die Wege zu asphaltieren, um sie auch mit Rollator und Rollschuhen nutzen zu können – das wurde abgelehnt. Bei einer möglichen Umgestaltung sollen die Zugänge zum See, die Übergänge zum Wasser, Sitzplätze und dauerhafte Pflege im Mittelpunkt der Überlegungen stehen. Möglichst rasch soll der Bewuchs ausgelichtet und das Strandbad sowie das gesamte Areal für Kinder attraktiver gestaltet werden. Eine klare Mehrheit sprach sich für ein bewirtschaftetes Bad aus, das außerhalb der Nutzungszeiten geöffnet sein könne, so dass ein ufernaher Spaziergang möglich ist.

Der Pächter des Biergartens, Christian Beck, hat schon zu Beginn der Saison auf die vielen kritischen Stimmen reagiert: Lediglich die Parkplätze direkt vor dem "Strandgut" werden belegt, die Baumallee kann nicht mehr zum Abstellen der Fahrzeuge genutzt werden. Ein Mitarbeiter informiert die Besucher wochentags von 16.30 bis 22 Uhr und am Wochenende von 14 bis 22 Uhr. Sind die Parkplätze voll, werden die Autofahrer gebeten, ihren Wagen am nahen Gifiz-Parkplatz abzustellen und rund 300 Meter zu Fuß zu gehen. "Die meisten Leute reagieren verständnisvoll auf das Parkverbot", erklärte der Mitarbeiter. Das Problem sei, dass versucht werde, den Wagen in der nächsten Umgebung loszuwerden – was wiederum die Anwohner verärgert, die sich über zugeparkte Straßen beschweren

Autor: Gertrude Siefke


2 Kommentare

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Rolf Leonhardt

Registriert seit: 05.08.2009

Kommentare: 39

28. Juli 2012 - 10:41 Uhr

Vor einigen Jahren, gab es schon mal eine Bürgerbeteiligung und eine Arbeitsgruppe Gifizhalbinsel. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt. Leider hat man unsere Vorschläge seitens der Stadtbeauftragten zur Hälfte gestrichen und ignoriert, unter anderem der wichtige Parkplatz. Nach der Eröffnungsfeier der Gifizhalbinselallee, hat sich das bestätigt was im Vorfeld immer wieder besprochen wurde. Am heutigen Tage sieht die Allee aus, als würde ein heruntergekommener Feldweg zum Biergarten führen. Mit noch mehr Kies und Split wurden die Seitenränder gepflastert, die Einfassungen sind nicht mehr zu erkennen und der Weg ist eine reine Staubpiste, überall stehen die Fahrzeuge. Der Biergarten selbst ist einer Massenhysterie zum Opfer gefallen. Die Stadt schaut zu, die Rasenflächen werden erst gemäht, wenn man vor lauter Gras keinen See mehr sieht. Ein Blick in den Stadtgarten von Oberkirch, sehr gepflegt, Spielflächen für Kinder, Biergarten, Skulpturenweg usw. Armes Offenburg.

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Günther Federer

Registriert seit: 29.07.2012

Kommentare: 1

29. Juli 2012 - 12:34 Uhr

Das Gifiz-Halbinselproblem ist die Achillesferse der Offenburger Stadtgestaltung. Seit Jahren wird hier rumgebastelt und was kommt raus?
Eine vollgestopfte Freiluft - Massenabspeisungsanstalt mit permanenter Staubwolke darüber, alten Baracken für WC und Ausschank und einem Zirkuszelt mittendrin.
Der Appetit darauf ist mir schon lange vergangen.
Was mich daran so sehr erregt, ist die vertane Chance, einen der attraktivsten Orte in Offenburg angemessen zu zelebrieren.
Die naheliegendste Massnahme, den See einzubinden, beispielsweise mit einer Art Pier oder einem Bootsverleih, wird nicht angegangen.
So schön Bürgerbeteiligung ist, in diesem Fall gilt die Binse, dass viele Köche den Brei verderben. Die thematische Verwurstelung mit Kasch- Lehrerparkplätzen hilft nicht weiter.
Dabei sind es gar keine Köche, Die Sache gehört in feinfühlige professionelle Hände Die beste Bemerkung in dem Artikel ist, dass die Sitzplatzanzahl überprüft werden sollte.

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