"E Fescht we sich’s g’hert"

Ralph Fautz

Von Ralph Fautz

Mo, 03. September 2018

Pfaffenweiler

Frohes Miteinander beim Schneckenfest in Pfaffenweiler.

In seiner 41. Auflage war das Schneckenfest in Pfaffenweiler trotz des grauen Wetters ein Erfolg und gut besucht. Mehrere hundert Besuchern kamen jeweils zur Brauchtumsschau des Museumsvereins. Ging es im letzten Jahr noch um das traditionelle Schreinerhandwerk, so stand dieses Jahr eine Dorfhochzeit aus früheren Zeiten im Mittelpunkt. Mathias Blattmann und Céline Waibel machten sich als Brautpaar derart gut, dass man im Publikum rätselte, ob sie wirklich noch heiraten würden. Fritz Gutgsell führte durch das Programm und erläuterte die alten Bräuche und Sitten – und gerade letztere waren sehr streng. Wie es mit der Brauchtumsschau weitergeht, bleibt offen. Der Hof wird umgebaut und die Regisseurin, Ann Däschle, hört nach 15 Jahren auf.

Zeitweise Regen und Temperaturen um die 15 Grad ließen die Besucher in den Höfen und Kellern einkehren. Seit mehreren Jahren immer wieder gerne dabei sind vier – wie sie selbst sagen – "holländischen Gastarbeiter": René Willems, René van Lierop, Hans Bertrand und Gertie Bertrand servierten am Stand des Tennisclubs. Die "Beschwippste Himbeere" war gefragt und machte auch optisch im Glas einiges her. Während die beiden Renés erst seit 2003 regelmäßig dabei sind, kommen Betrands schon seit 1984 – und das immer wieder gerne. Das Speise- und Getränkeangebot des Schneckefestes ließ kaum Wünsche offen. Schneckesuppe, Steckewickel, Striebli, "Schwienis in Brodmosele", Schupfnudle, "Scharfi Rebwürst" und anders mehr standen auf der Speisekarte. Das Fest war gewohnt abwechslungsreich und die Begegnung mit Freunden und Bekannten gehörte ebenso dazu wie die Freude über das bunte Spektrum der musikalischen Unterhaltung. Kurzum: "E Fescht we sich’s g’hert", um das Motto der Brauchtumsschau aufzunehmen.

Weitere Fotos im Internet unter http://mehr.bz/pfaffenweilerfest