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31. Dezember 2011
Glückliche Momente und schwere Zeiten
Neue Arbeitsstelle, gewonnene Wahl, Jubiläum, Großprojekt und eine böse Krankheit in der Familie: fünf ganz persönliche Rückblicke auf 2011.
HEXENTAL/BATZENBERG. Wieder geht ein Jahr zu Ende. Was hat es gebracht? Die BZ hat fünf Menschen aus dem Bereich Hexental/Batzenberg nach ihrem ganz persönlichen Jahr 2011 gefragt. Ein Rückblick zwischen Aufbruch und Beständigkeit, neuen Herausforderungen und erreichten Zielen, Hoffen und Bangen.
JOBST BÖSENECKER AUS MENGEN
Ein neuer Lebensabschnitt begann 2011 für den neuen Pfarrer von Mengen und Hartheim Jobst Bösenecker. Zum ersten Mal wurde er auf eine eigene Pfarrstelle berufen, davor war er als Vikar in Müllheim. "Das Jahr 2011 stand für mich schon im Zeichen des Aufbruchs", meint Bösenecker. Während der ersten Wochen seiner Gemeindearbeit sei erstmal das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund gestanden. Bei einem "Tag des offenen Pfarrhauses" hatte die Gemeinde die Möglichkeit gehabt, ihn und seine Familie kennenzulernen, was auf große Resonanz stieß. Insbesondere seine beiden zwei und vier Jahre alten Kinder seien begeistert aufgenommen worden. "Viele freuen sich, dass da jetzt wieder Kinder im Garten des Pfarrhauses herumtoben." Mittlerweile hat sich Bösenecker gut in der Gemeinde eingelebt. Für das kommende Jahr möchte er sich verstärkt der Jugendarbeit widmen. "Die war in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen."
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BERNHARD GOLDSCHMIDT AUS EBRINGEN
"Das kommende Jahr kann eigentlich nur besser werden", meint der Ebringer Bernhard Goldschmidt. Zahlreiche tragische Ereignisse haben sich durch das auslaufende Jahr gezogen, allen voran natürlich die Leukämie-Erkrankung seines Sohnes Bernd. Glücklicherweise konnte er aber relativ schnell einen geeigneten Knochenmarkspender finden, so dass es dem Sohn heute trotz der schweren Nebenwirkungen der Chemotherapie einigermaßen gut geht. Die schwere Erkrankung seines Sohnes brachte Goldschmidt, der auch der Vorsitzende des Malteser Hilfsdienstes in Ebringen ist, auf die Idee, einen großen Aktionstag zur Knochenmarkspende zu organisieren. Trotz eher verhaltener Teilnahme ist er mit der ersten Aktion dieser Art zufrieden. Einige Ebringer haben ihren Knochenmarktyp feststellen lassen und stehen zur Verfügung, falls irgendwo in Deutschland ein Erkrankter mit dem gleichen Knochenmarktypus auf die lebensrettende Transplantation wartet. Insofern sei für ihn das Jahr zwar mit vielen Tragödien und Rückschlägen verbunden gewesen, dafür könnte aber in der Zukunft anderen Menschen wieder Hoffnung gemacht werden.
CORINNA TRESCHER AUS EHRENKIRCHEN
Die 20-Jährige muss nicht lange überlegen, wenn es um den schönsten Moment des Jahres 2011 geht: "Das war ganz eindeutig meine Wahl zur Badischen Weinprinzessin im Juli." Es sei ein überwältigendes und grandioses Gefühl gewesen, als Weinhoheit gekrönt zu werden.Und den großen Empfang, den ihre Heimatgemeinde Ehrenkirchen wenige Tage später zu ihren Ehren ausrichtete, werde sie ihr Leben lang nicht vergessen. Seither ist Corinna Trescher im Namen des badischen Weines viel unterwegs und hat "jede Menge Schönes erleben dürfen". Beispielsweise eine Weinprobe, die sie zusammen mit ihren Kolleginnen – der Badischen Weinkönigin Natalie Henninger aus Königschaffhausen und Weinprinzessin Malin Well aus Leutershausen bei Heidelberg – vor 200 Leuten leiten durfte. "Außerdem habe ich so viele nette Menschen getroffen und Begegnungen gehabt", freut sich Trescher. Das Jahr als Weinprinzessin rase, im Juli wird sich die Krone an ihren Nachfolger abgegeben. "Ich freue mich schon jetzt für sie, denn Weinprinzessin zu sein ist wirklich etwas ganz Besonderes."
CHRISTIAN ANTE AUS MERZHAUSEN
Das zu Ende gehende Jahr war für die Gemeinde Merzhausen aber auch für Christian Ante als jungen Bürgermeister ein besonderes Jahr. Neben Jubiläen und vielen anderen Projekte stand vor allem der Bau der Ortsmitte im Mittelpunkt des Gemeindegeschehens. Mit Spatenstich, Grundsteinlegung und Richtfest gab es 2011 gleich drei Meilensteine und Höhepunkte in diesem Großprojekt. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird Endes 2012 gerechnet. "Ich freue mich bereits auf die Einweihung", sagt Bürgermeister Ante. Die neue Ortsmitte werde dann mit dem neuen Marktplatz und weiteren Angeboten der Nahversorgung den Ortskern bereichern und ergänzen. Und die Gemeinde erwartet sich durch das Bürgerhaus neue Impulse für das örtliche Vereinsleben. "Gespannt bin ich auf weitere Vorschläge zur Namensgebung des Gebäudes aus den Reihen der Bürger. Viele Anregungen sind bereits eingegangen. Alles im allem hoffen wir, das Projekt nach vielen Jahren der Planung gemeinsam zu einem guten Abschluss bringen zu können", so der Rathauschef.
FRITZ ZEHNER AUS PFAFFENWEILER
Auf ein rundes Jubiläum kann im auslaufenden Jahr Fritz Zehner vom Restaurant "Stube" in Pfaffenweiler zurückblicken. Seit 30 Jahren ist er selbständig, davon 23 Jahre im Schneckental. Klar, dass ein solches Jubiläum gefeiert wurde, auch auf kulinarische Weise. Aus weißen Trüffeln und Gänseleberterrine bestand das Jubiläumsmenü. "Ich bin sehr zufrieden mit diesem Jahr, das Geschäft läuft prächtig", meint Zehner. Für das neue Jahr hat er sich wieder viel vorgenommen. Wichtigstes Ziel sei die Rückgewinnung des Michelin-Sterns, der ihm 2010 aberkannt wurde. Dass es 2011 noch nicht geklappt habe, sei für ihn nicht überraschend: "Im ersten Jahr kriegt den keiner wieder zurück." Damit es dann 2012 klappt, setzt er auf eine naheliegende Strategie: "Ich muss einfach weiter gut kochen."
Autor: Michael Saurer und Tanja Bury


