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22. September 2014 11:32 Uhr

Pfaffenwelier feiert

"Schnecke-Hiisle" in neuem Glanz

Als "Schnecke-Hiisle" bezeichnete Bürgermeister Dieter Hahn die umgebaute Batzenberghalle bei ihrer Eröffnungsfeier. Zu dieser waren neugierige Bürger und zahlreiche Ehrengäste gekommen.

Bereits vor der offiziellen Feier konnten die neuen Räume besichtigt werden. Mit "Ahs" und "Ohs" gingen die Besucher umher, entdeckten etwa den Fahrstuhl, der die Barrierefreiheit gewährleistet und das Transportieren von schweren Musikinstrumenten in die oberen Musikräume erleichtert, sahen im Foyer auf einem großen Bildschirm Bilder der Umbauarbeiten, bestellten an der modernen Bar ein Glas Sekt und erkundeten die Umkleidekabinen hinter der Sporthalle.

Die Batzenberger Winzerkapelle und der Handharmonikaverein der Gemeinde bereiteten sich in den Musikräumen in den oberen Stockwerken auf die musikalische Umrahmung des Abends vor. Im Obergeschoss gibt es für die Vereine der Gemeinde genügend Entfaltungsmöglichkeiten mit Proberäumen, Küche und Lagerraum.

Die 1974 erstmals erbaute Batzenberghalle wies nach all der Zeit Mängel auf. Vor allem im Jahr 2007 trat vermehrt Wasser in die Halle ein. So beschloss der Gemeinderat 2011 in einer abgewandelten Fassung des Grundsatzbeschlusses "Pfaffenweiler denkt Zukunft" den Umbau und die Sanierung. Gemeinsam mit Bürgern und Vereinen plante die Gemeinde bereits 2007 in einem Workshop, wie die neue Halle aussehen sollte. Ideen und Wünsche der örtlichen Vereine und der direkten Anlieger sollten berücksichtigt werden. Bis zum Schluss gab es laut Bürgermeister Dieter Hahn einen regen Austausch. So wurde beispielsweise der seitliche Sportlereingang nicht nur behindertengerecht mit einer Rampe ausgestattet, sondern auch kindgerecht gestaltet. Nicht öffenbare Schallschutzfenster wurden mit Rücksicht auf die direkten Nachbarn eingebaut. Die Halle wurde mit rund 780 000 Euro aus Mitteln des Landessanierungsprogramms und der kommunalen Sportstättenförderung bezuschusst. Letztendlich konnten die geplanten Baukosten von 3,4 Millionen Euro eingehalten werden. Einen kompetenten Partner habe die Gemeinde im Planungsbüro des Architekten Klaus Wehrle gefunden. Hahn lobte die gute Zusammenarbeit.

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Leider sei nicht alles glatt gelaufen –Tücken habe es auch gegeben. So habe sich eine Bodenlegerfirma aus dem Spessart schnell als schwarzes Schaf herausgestellt. Die schlampige Arbeit, Unzuverlässigkeit und letztendlich Mängel des Bodens habe glücklicherweise ein Pfaffenweiler Handwerker wieder ausgleichen können. Dieter Hahn dankte Martin Dischinger, der schnell zur Stelle gewesen sei und in Zusatzschichten der Gemeinde "aus der Patsche geholfen" habe. Letztlich sei nach 20 Monaten Arbeit eine Stätte für Sport, Kultur und Großveranstaltungen, eben ein Pfaffenweiler "Schnecke-Hiisle" entstanden.

Pfarrer Alois Schuler segnete die Räume der Halle und bezeichnete sie als Gemeinschaftshalle: von der Gemeinschaft geplant und auch von ihr mit Leben gefüllt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Annette Üblacker sprach Bürgermeister Hahn einen besonderen Dank aus, da er immer Anlaufstelle für alle Beteiligten gewesen sei. Auch Karin Horst von der Winzerkapelle dankte ihm und der Gemeinde im Namen aller Vereine, die bei der Planung immer "ins Boot geholt worden" seien. Architekt Klaus Wehrle übergab symbolisch den Schlüssel an Bürgermeister Hahn und bestätigte: "Hier ist Bürgerbeteiligung kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Realität". Zudem überreichte er einen Scheck über 1000 Euro für soziale Einrichtungen der Gemeinde.

Die Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall und Gernot Erler, sowie die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich beglückwünschten die Gemeinde zur neuen Batzenberghalle, dann spielten die "Spätzünder" auf und ließen den Abend im "Schnecke-Hiisle" schwungvoll ausklingen.

Autor: Sophia Hesser