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19. Mai 2010 00:06 Uhr
Pharmabranche
Pfizer baut um – Freiburger Werk soll gestärkt werden
Der Pharmariese Pfizer hat einen radikalen Umbau seiner Produktion angekündigt. Der Standort Freiburg soll dabei nicht nur erhalten bleiben, sondern sogar gestärkt werden.
Der US-Pharmakonzern Pfizer baut seine Produktion weltweit um. Dabei werden acht Standorte geschlossen oder verkauft, die beiden deutschen Werke in Freiburg und Illertissen (Bayern) bleiben jedoch erhalten, wie Pfizer Deutschland am Dienstag mitteilte. Der US-Arzneimittelhersteller Pfizer mit Hauptsitz in New York hat in Deutschland fünf Standorte: Berlin, Düsseldorf, Freiburg, Illertissen und Karlsruhe.
Hintergrund des Umbaus ist die Übernahme des Konkurrenten Wyeth. Bis 2015 sollten in Irland, Puerto Rico und den USA acht Standorte geschlossen werden. In den nächsten Jahren sollen zudem weltweit rund 6000 Arbeitsplätze bei Pfizer abgebaut werden. Ende Oktober 2009 hatte Pfizer bekanntgegeben, nach der Wyeth-Übernahme dessen deutsche Standorte in Münster und in Würselen bei Aachen dichtzumachen.
Pfizer schreibt über die beiden deutschen Werke Freiburg und Illertissen, die erhalten bleiben: "Die Entscheidung, an beiden Standorten fest zu halten, unterstreicht die strategische Rolle
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Zeichen der Anerkennung von Leistung und Professionalität der Mitarbeiter in den beiden
Werken."
Das Unternehmen schrieb am Dienstag in einer Mitteilung über den Standort Freiburg: "Anlauf und Fertigung neuer Produkte aus der Pfizer-Pipeline werden bevorzugt hierher vergeben". Weiter hieß es: "Angesichts des aktuellen Rationalisierungsdrucks ist dennoch beachtlich, dass beide Standorte, Freiburg ebenso wie Illertissen, im weltweiten Vergleich mit ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen konnten und weiterhin eine wichtige Rolle im internationalen Pfizer-Netzwerk behalten."
Pfizer beschäftigt in Deutschland rund 3800 Mitarbeiter. Der Pharmakonzern erzielte im Geschäftsjahr 2009 weltweit einen Umsatz in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar. Seit dem 16. Oktober 2009 ist Wyeth ein Unternehmen der Pfizer-Gruppe.
Weltweit beschäftigt das zusammengeführte Unternehmen mehr als 100 000 Mitarbeiter.
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Autor: bür/dpa
