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24. April 2017

Pflegeheim statt Produktionsstätte

Das "Haus Münchtal" der Aczepta-Gruppe im ehemaligen Roth-Händle-Gebäude ist seiner Bestimmung übergeben worden.

  1. So sieht das sanierte Gebäude aus. Foto: Christoph Breithaupt

  2. Geschäftsführer Dennis Rahneberg (Dritter von links) führt durch die neuen Räume. Foto: Heidi Fössel

LAHR. Die Aczepta-Gruppe mit Sitz in Bad Krozingen ist nun auch in Lahr präsent. Zur Einweihung des "Hauses Münchtal" hieß Geschäftsführer Dennis Rahneberg am Freitag Gäste aus Politik und Wirtschaft, Verwaltung und Pflegedienstleistung willkommen. Die neue Einrichtung für Pflege und Betreuung ist für 7,8 Millionen Euro aus einem ehemaligen Roth-Händle-Gebäude entstanden und wird am 1. Mai eröffnet.

Die Gäste waren beeindruckt, was die Aczepta-Gruppe zusammen mit dem Architektenteam Wössner & Lechner aus Freiburg aus dem Betonkasten der Fermentation der Roth-Händle geschaffen hat. "Willkommen im Haus Münchtal" hieß es in dem sanierten Gebäude, das in Kürze seinen Dienst als jüngste Altenpflegeeinrichtung in Lahr aufnimmt. Betreut werden Menschen mit schwersten Einschränkungen und einem sehr hohen Pflegebedarf, so Dennis Rahneberg von der Geschäftsleitung der Aczepta-Gruppe. Er betonte, dass sich Aczepta als Dienstleister in der klassischen Altenpflege verstehe und seit einigen Jahren Erfahrungen auf dem Gebiet der Pflege von Demenzkranken, in der Palliativpflege und im Betrieb psychiatrischer Fachpflegeeinrichtungen und ambulanter Angebote für psychisch kranke Menschen gesammelt habe. Seit zweieinhalb Jahren habe man sich mit dem Projekt in Lahr beschäftigt, so Rahneberg. Herausgekommen sei eine Versorgungsstruktur, die auf ein Miteinander im Wohngruppenkonzept setze.

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Vorgestellt wurden Bereichsleiter Jörg Böcherer, ab Mai zuständig für stationäre und ambulante Hilfen, sowie Sandra Sutterer (Stellvertreterin) und Julia Haas als verantwortliche Pflegefachkräfte. Rahneberg verwies auf fünf Einrichtungen in der stationären Pflege mit insgesamt 300 Mitarbeitern, die bereits von der Aczepta-Gruppe betrieben werden. Etwa 45 Vollzeitkräfte hätten im Haus Münchtal in Lahr einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Ein spezielles Demenzkonzept sei mit dem psychologischen Leiter Dietrich Borchardt erarbeitet worden. Die Mitarbeiter im Hause würden über den eigenen Bildungsträger, die Aczepta-Akademie, aus- und fortgebildet. Es gebe Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten, die in der Einrichtung behandeln werden. Dafür steht ein eigenes Behandlungszimmer zur Verfügung. Als nächstes Projekt sei eine Einrichtung in Offenburg geplant, so Rahneberg

Bürgermeister Tilman Petters verglich den früheren Standort mit dem heutigen Gebäude: Sei es ehemals eine Produktionsstätte gewesen, die nicht der Gesundheit diente, habe sich jetzt das Blatt gewendet. Herausgekommen sei eine Pflegeeinrichtung mitten im Herzen der Stadt, die den Menschen diene und alle Bereiche der Pflege abdecke.

Danach konnte das Gebäude in Augenschein genommen werden. Es ist eingeteilt in sieben Wohngruppen, verfügt über eine geschützte Wohngruppe mit 15 Plätzen für Demenzkranke und über ein weiteres Stockwerk mit zwei Wohngruppen, das zusätzlich als geschützter Bereich genutzt werden könne. Die Besonderheit des Wohngruppenkonzepts im Haus Münchtal: "Nur wer möchte, muss sich an der Hauswirtschaft beteiligen", so der Geschäftsführer. Die Einrichtung erlaube die Eigenversorgung, andererseits aber auch die komplette Übernahme von Wäsche und Service durch die Aczepta-Gruppe. Ferner wurde darüber informiert, dass die Einrichtung über voll ausgestattete Wohngruppenküchen verfüge, die eine Vollversorgung vor Ort garantieren, aber auch die Speisezubereitung aus der Frischeküche aus Bad Krozingen zulassen.

zahlen und fakten

Betriebsstart: 1. Mai
Umbauzeit: 18 Monate
Baukosten: 7,8 Millionen Euro
Vollzeitkräfte: 40 bis 45
69 Einzelzimmer mit eigenen Bädern Sieben Wohngruppen, davon eine mit 15 Plätzen für dementiell erkrankte Bewohner
Kontakt: Aczepta-Haus im Münchtal, Industriehof 1, 77933 Lahr, Tel. 07821/ 92243-0  

Autor: wob

Autor: Wolfgang Beck