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18. Juni 2017 18:25 Uhr

Auch Förderverein sieht Grenze überschritten

Plakat bei Spital-Demo in Bad Säckingen verursacht Eklat

Ein Plakat hat bei der Demo für den Erhalt des Spitals Bad Säckingen einen Eklat verursacht. "Einen Strick für diese falsche Politik!!!", stand darauf geschrieben. Auch der Förderverein Pro Spital verurteilt die Aktion.

  1. Das ist eindeutig die falsche Art zu demonstrieren. Foto: Siebold

Ein Plakat mit der Aufschrift: "No, No, No zu Albers, Jeitner, Kistler + Co!!! Einen Strick für diese falsche Politik!!!" hat am Samstagvormittag für einiges Aufsehen und für deutliches Missfallen bei einigen Teilnehmern der Demonstration für den Erhalt des Spitals Bad Säckingen gesorgt.

Auch Bürgermeister Alexander Guhl, der sich übers Wochenende bei der Jubiläumsfeier in der Partnerstadt Purkersdorf befunden hat, äußerte auf Anfrage der Badischen Zeitung sein großes Missfallen. Für diese Entgleisungen bei der Demonstration des Fördervereins Pro Spital habe er nicht das geringste Verständnis, und er erwarte auch eine Entschuldigung.

Der Text könne missverstanden werden

"Es geht mir um den Gesundheitsstandort Bad Säckingen, persönliche Angriffe auf unseren Landrat wie auch die Geschäftsführerin der Spitäler Hochrhein GmbH und auf Martin Albers sind nicht nur unanständig, sondern schaden dem berechtigten Anliegen der Raumschaft Bad Säckingen; hierfür setze ich mich ein", so Guhl. Er könne nur erneut betonen, dass er mit dem Landkreis zusammen dieses Ziel erreichen möchte.

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Insbesondere auch dem Landrat sei es bekanntlich zu verdanken, dass für das Haus Bad Säckingen eine positive Investitionsentscheidung getroffen worden sei. Auf diese positive Entscheidung gelte es nun aufzubauen. "Ich fordere auch in Zukunft ein starkes Krankenhaus Bad Säckingen ein – dieses Ziel möchte ich als Partner, aber wirklich als Partner, erreichen", so Guhl abschließend.

Wolfgang Köster, Vorstandsmitglied und Pressesprecher des Fördervereins Pro Spital, ist mit diesem Plakat, das bei der Demonstration mitgeführt wurde, ebenfalls nicht glücklich. "Dies ist eindeutig nicht von uns. Wir als Förderverein würden niemals Menschen bedrohen. So etwas geht gar nicht", sagte er auf Nachfrage. Er habe vom Podium aus dieses Plakat nicht bemerkt. Er gehe davon aus, dass es sich dabei um eine reine Missfallensäußerung wegen der falschen Politik der aufgeführten Personen handele. Allerdings könne der Text auch missverstanden werden, so Köster. "Aber wir können als Förderverein, der zur Demonstration aufgerufen hat, auch nicht die Menschen kontrollieren, die zur Demonstration kommen", sagte Köster auf Nachfrage der Badischen Zeitung.

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Autor: Martin Köpfer