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23. Juni 2008

Polierter Lack, glänzender Chrom

30 Oldtimer machten am Samstag in Ettenheim Station.

ETTENHEIM (kam/ulh). Sonnenschein, offene Verdecke, blitzender Chrom: Bei bestem Cabriowetter haben am Samstag knapp 30 Oldtimer in Ettenheim Station gemacht und Autobegeisterte in die Stadt gelockt.

Es war eine Modenschau in Sachen Automobil, die die Landesgruppe Südbaden des DAVC (Deutscher-Automobil-Veteranen-Club) den Zuschauern bot: Ein Oldtimer nach dem anderen kam durch das Untere Tor gefahren, ließ sich vom Publikum bestaunen, während der Moderator die Besonderheiten des Modells würdigte. Das musste flott gehen, denn draußen warteten noch eine ganze Reihe hochpolierter Karossen auf ihr Entree durch das Ettenheimer Tor. Ein 170er Mercedes etwa, oder ein Mercedes Adenauer. Moderator Dietrich Großblotekamp, der ehemalige Präsident des Vereins, klärte über die Herkunft des Spitznamens auf: Ein solcher 300er sei die Dienstlimousine des ersten Bundeskanzlers gewesen. Auch zwei "Mercedes Pagode" rollten durch das Tor: Diese Roadster haben nicht nur ein Verdeck, das bei Regen zugeklappt werden kann, sondern für den Winter ein Blechdach, das dem Auto aufgeschnallt werden kann. Weil das eine ungewöhnliche Wölbung nach innen hat – wie das Dach einer Pagode – hatte das Modell seinen Spitznamen weg. Zu sehen war das natürlich am Samstag nicht: Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten die Oldtimerfahrer ihre Autos natürlich oben ohne. Um die in der Rohanstraße parkenden Autos hatte sich bald eine dichte Zuschauerkulisse gebildet, zahlreiche Fotoapparate wurden gezückt. Die historischen Fahrzeuge stammten hauptsächlich aus den 50er, 60er und 70er Jahren – nur ein Vorkriegsmodell hatte sich unter die Jüngeren gemischt.

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Während sich die Zuschauer über die Automobil-Veteranen informierten, waren die rund 50 Ausfahrer des DAVC bei Bürgermeister Bruno Metz zu einem Empfang im Städtischen Museum eingeladen. Bei einem Umtrunk erläuterte Metz den Gästen die Geschichte der Stadt. Nach eine Stunde ging es für die Ausflügler, die sich in Bötzingen getroffen und über den Streitberg nach Ettenheim gekommen waren, weiter zu einem Mittagessen im Parkrestaurant Trendi, bevor sie ihre Fahrt nach Burkheim fortsetzten.

"Ettenheim ist bei den Fahrern sehr gut angekommen", sagte Magnus Gammelin, der seit März Präsident der DAVC-Landesgruppe ist. Der in Ettenheim praktizierende Anwalt hatte die Ausfahrt organisiert. Auch die Einladung ins Museum war ein voller Erfolg – und zwar nicht nur wegen der Ettenheimer Stadtgeschichte, wie Gammelin verrät: Es sei dort vor allem auch schön kühl gewesen. Eine willkommene Abwechslung für diejenigen unter den Fahrern, die ohne aufklappbares Verdeck unterwegs waren – und natürlich ohne Aircondition.

Autor: ulh,kam