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14. Juli 2009 15:58 Uhr

Polizei bittet um Hinweise

Verdacht auf Hundevergiftung

Der Polizei wurde eine Hundevergiftung in Emmendingen gemeldet; die Ermittlungen dauern noch an. Als haltlos erweisen sich jedoch nach Ansicht der Beamten die Vorwürfe, dass Katzen weggefangen und entführt würden.

EMMENDINGEN (BZ). Auf Tierschutz spezialisierte Beamte der Emmendinger Polizei ermitteln derzeit in einem Fall, bei welchem ein Vergehen nach dem Tierschutzrecht im Raum steht. Ein Bürger zeigte den Verdacht an, dass sein Hund am 3. Juni in dessen Zwinger am Emmendinger Wöpplinsberg vergiftet worden sei. Der Hundehalter sagte, er habe nach dem Tod des Hundes in dessen Zwinger eine Substanz vorgefunden, die er der Polizei als Gift beschrieb. Derzeit stehen die Umstände um das verendete, auch finanziell wertvolle Tier, noch nicht fest. Die Polizei ermittelt in jede denkbare Richtung und bittet um Mitteilung jeglicher sachdienlicher Wahrnehmungen. Interessant ist der Zeitraum am 3. Juni zwischen 14 und 21 Uhr. Telefon: 07641/582-530.

Keine Hinweise auf weggefangene Katzen
Weitere, ähnlich gelagerte Ermittlungsverfahren sind im Landkreis derzeit nicht anhängig. Aber immer wieder erfährt die Polizei "vom Hörensagen" von Straftatenserien, bei welchen Haustiere von Unbekannten gefangen, misshandelt oder gar getötet werden. Die Ermittlungen haben im Landkreis bislang noch nie ein solches Szenario bestätigt, so Pressesprecher Rocco Braccio auf BZ-Anfrage.

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Eine besorgte Leserin hatte diesen Verdacht jüngst für die Ortschaft Wasser geäußert. Dort seien Katzen mit rätselhaften Pfotenverletzungen aufgefallen, die der Tierarzt nicht erklären könne. Die Frau vermutete, dass die Tiere mit Duftstoffen weggelockt würden. Im vergangenen Jahr ließen Ermittler nach mehreren Meldungen, dass Katzen angeblich mit Hilfe von Eimern einer Schuhsammlung gefangen und entwendet werden, sogar einen solchen Eimer chemisch nach angeblichen Katzen-Lockstoffen untersuchen – vergebens, so die Polizei. Auch die Recherchen bei den Verantwortlichen dieser Schuhsammlung und die Untersuchung der eingesetzten Fahrzeuge erhärteten den Verdacht nicht. Es ergaben sich keinerlei Ermittlungsansätze, welche die geschilderte Theorie der besorgten Bürger bestätigen würde, betont Braccio. Die Eimer stanken höchstens nach alten Schuhen...

Autor: bz