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06. Februar 2012 16:56 Uhr

Umweltprobleme nach Werkstattbrand

Brand hält Feuerwehr auf Trab

Eine weiße Rauchsäule kündete am Montagmittag gegen 13 Uhr vom Brand einer Werkstatt zwischen Tegernau und Wies (Landkreis Lörrach). Verletzt wurde niemand. Ausgelaufenes Altöl sorgte aber für Probleme.

  1. Die Reste der Werkstatt Foto: dsa

  2. Atemschutzmasken waren dringend nötig, da rund 100 Liter Diesel verbrannten Foto: dsa

  3. Die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt Foto: dsa

  4. Aus der teilweise zugefrorenen Köhlgartenwiese konnte die Wehr Löschwasser pumpen. Foto: dsa

  5. Ein Erdwall hindert das Gros des Altöls daran, in den Fluss zu gelangen. Foto: dsa

TEGERNAU/WIES. Der Brand einer Werkstatt am Fluss Köhlgartenwiese sorgte ab 13 Uhr für Verkehrsbehinderungen auf der L 140. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allerdings floss Altöl in den Stausee.

Gegen 13 Uhr wurde das Feuer bemerkt und die Feuerwehren des Kleinen Wiesentals und aus Schopfheim alarmiert. In dem Gebäude aus Holz befanden sich unter anderem zwei Gasflaschen, eine volle und eine leere, sagte Kommandant Helmut Höcklin. Mit Hinweis auf eine mögliche Explosionsgefahr sperrte die herbeigerufene Polizei die Verbindungsstraße zwischen Wies und Tegernau. Das führte zu Wartezeiten und zu Verspätungen, auch im Busverkehr, den um diese Uhrzeit viele Schüler benutzen.

Bald hatte die Feuerwehr, die mit neun Einsatzfahrzeugen gekommen war, den Brand unter Kontrolle. Rund um die verkohlte Halle hing ein beißender Geruch in der Luft. Laut Polizei sind etwa 100 Liter Dieselkraftstoff verbrannt. Der überraschte Eigentümer konnte zu dem Sachschaden zunächst keine Angaben machen. In dem Gebäude stand unter anderem eine Schweißausrüstung und eine Hebebühne. Polizeibeamte machten Fotoaufnahmen von den dampfenden Gebäuderesten und befragte Anwesende. Über die Ursache konnte gestern nur gerätselt werden. Es hieß, womöglich stecke ein Defekt in der Elektrik dahinter oder der Kamin. Sicher ist das allerdings nicht.

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Das abfließende Löschwasser führte zu einem Umweltproblem: Eine schwarze, ölig Flüssigkeit wurde aus der Werkstatt mit dem Löschwasser in die Köhlgartenwiese geschwemmt, die an der Stelle zu einem See aufgestaut ist. Umgehend brachten Feuerwehrleute Erde und Sandsäcke herbei, um sie aufzufangen. Laut Polizei handelte es sich dabei um 30 Liter Altöl, die zur Entsorgung in Kanistern bereitgestellt gewesen waren. Die Kunststoffkanister waren demnach in der Hitze geschmolzen, ihr Inhalt ergoss sich in den teilweise zugefrorenen Stausee.

Die Umweltschutzabteilung des Landratsamtes war mit einem Mitarbeiter vor Ort, um die Folgen der Ölverschmutzung einzuschätzen. Näheres wurde nicht bekannt.

Autor: Dirk Sattelberger