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09. Februar 2012 16:56 Uhr
Gravierende Frostfolgen
Geplatzte Wasseruhr: Untergeschoss in Bad Krozingen komplett überflutet
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Durchbruch: Die Feuerwehr hat die Kellertür „geöffnet“, damit das angestaute Wasser aus dem Raum dahinter abfließen kann. Foto: Feuerwehr
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Bad Krozinger Feuerwehrleute stemmen sich gegen die Wassermassen. Foto: Alexander Huber
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Abfluss: Das Wasser bahnt sich den Weg durch Türritzen und Schlüsselloch. Foto: Alexander Huber
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Bad Krozinger Feuerwehrleute stemmen sich gegen die Wassermassen. Foto: Alexander Huber
BAD KROZINGEN. Ein Wasserrohrbruch mit gravierenden Folgen im Keller eines Einfamilienhauses in Bad Krozingen hat am Donnerstagmittag die Feuerwehr alarmiert. Als diese gemeinsam mit den Wassermeistern der Stadt am Ort des Geschehens in der Thürachstraße eintraf, stand das gesamte, etwa 100 Quadratmeter große Untergeschoss des Hauses meterhoch unter Wasser. Die Ursache war vermutlich eine Wasseruhr, die aufgrund eines offenen Kellerfensters bei den frostigen Temperaturen geplatzt war. Da die Bewohner nicht zuhause waren, strömte das Wasser vermutlich mehrere Stunden lang in die Kellerräume. Glück im Unglück: Eine Nachbarin, die dort nach dem Rechten schaut, "hörte es plätschern" und alarmierte die Stadt und die Feuerwehr. Ohne sie wäre das Unglück vermutlich erst bemerkt worden, wenn die Wassermassen das Erdgeschoss geflutet hätten.
Die herbeigeeilten Wassermeister stellten die Wasserzufuhr von der Straßenseite her ein, die Feuerwehr rückte mit acht Mann und drei schweren Pumpen an. Doch der Einsatz gestaltete sich zunächst schwierig. In dem Kellergeschoss stauten verschlossene Türen das Wasser in den Räumen. Nachdem die ersten Räume weitgehend leergepumpt waren, mussten die Feuerwehrleute diese Türen aufbrechen, um sich so weiter vorarbeiten zu können. Obwohl jede der drei Pumpen maximal 600 Liter in der Minute fördert, dauerte der Einsatz fast vier Stunden.
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Wolfgang Helmle, stellvertretender Wassermeister der Stadt Bad Krozingen, weist angesichts dieses gravierenden Schadensfalls darauf hin, dass die Wasserzähler bei den kalten Temperaturen der Hauptschwachpunkt im Wasserleitungssystem eines Gebäudes sind. "Das ist immer das Erste, was kaputt geht", so Helmle. Und im schlimmsten Fall könnten aus so einem Leck vier bis fünf Kubikmeter pro Stunde strömen, erklärt der Wassermeister. Hauseigentümer und Mieter sollten darauf achten, dass Kellerfenster bei den derzeit frostigen Temperaturen gut verschlossen sind. Unter Umständen sollten kalte Kellerräume, in denen sich Wasseruhren befinden, isoliert werden. Als erste Vorsichtsmaßnahme reichen aber unter Umständen auch einfache Mittel – zum Beispiel eine Decke, die man um den Zähler wickelt.
Autor: hub


