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13. Oktober 2017 11:44 Uhr

Drogenkriminalität

Polizei findet in Freiburg 14 Kilo Marihuana – und nimmt drei Verdächtige fest

Der Polizei Freiburg ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Drogenbande gelungen: Sie nahm einen Vater und seine zwei Söhne fest. Die Männer hatten 14 Kilogramm Marihuana im Kofferraum.

  1. 14 ein Kilo schwere Päckchen Marihuana hat die Polizei entdeckt. Foto: Polizei

Die Polizei hatte mehrere Wochen ermittelt, am vergangenen Mittwoch hat sie zugeschlagen: In Weingarten, Haslach und St. Georgen hat die Kriminalpolizei mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte und des Zolls Wohnungen und Autos durchsucht.

Die Beamten fanden 14 Päckchen Marihuanablüten mit einem Gewicht von jeweils einem Kilo sowie Bargeld im fünfstelligen Bereich und eine Geldzählmaschine. Wie berichtet, hatte sie eine Mercedes-S-Klasse und einen Ford-SUV in Weingarten abgeschleppt. In diesem, einem Mietwagen, war das Rauschgift nach Polizeiangaben auf zwei Reisekoffer verteilt im Kofferraum gelagert.

Der Hauptverdächtiger befindet sich nun in U-Haft

Das durchsuchte Fahrzeug war laut Polizei am Abend von einer Kurierfahrt aus Spanien zurückgekehrt. Bei den drei Männern handelt es sich um einen 66-Jährigen und dessen beide Söhne. Der 41-Jährige gilt als Hauptverdächtiger. Gegen ihn wurde wegen der unerlaubten Einfuhr und des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ein Haftbefehl erlassen. Er sitzt in Untersuchungshaft. "Die Gefahr, dass er sich absetzt, ist hoch", so Oberstaatsanwalt Michael Mächtel.

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Auch gegen den Vater hat die Justiz Haftbefehl erlassen, diesen jedoch außer Vollzug gesetzt, wie Mächtel erklärt. Der 66-Jährige habe Auflagen zu erfüllen. Gegen den anderen Sohn, einem 36-Jährigen, besteht kein Haftbefehl. "Wir gehen davon aus, dass nicht alle im gleichen Maße beteiligt waren", so Mächtel. Derzeit sei noch unklar, ob der Vater und der jüngere Sohn lediglich der Beihilfe beschuldigt werden oder der Mittäterschaft.




Spuren werden noch gesichert

Mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen machen Polizei und Staatsanwaltschaft keine genauen Angaben, wie die Kriminalbeamten der Drogenbande auf die Spur gekommen waren. Laut Polizeisprecher Thomas Spisla wird im SUV noch geprüft, ob weitere Drogen beispielsweise in der Karosserie versteckt sind. "Der Rauschgiftspürhund hat das Fahrzeug bereits abgescannt", so Spisla. Nun würden weitere Spuren gesichert, auch um herauszufinden, wer gefahren ist. "Wir wollen den gesamten Tatablauf rekonstruieren", sagt der Polizeisprecher.

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Autor: Sina Schuler