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14. November 2017

Polizei zählt rund 30 Unwetter-Einsätze

Sturm und Starkregen am Sonntag hinterlassen einige Schäden / Bäume stürzen in Stromleitungen.

  1. Randvoll gefüllt und tosende Fluten: Das Bett der Kinzig am Großen Deich bei Offenburg. Foto: Helmut Seller

OFFENBURG/ORTENAU. Starker Wind und ergiebige Regenfälle haben nicht nur die Wasserläufe im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg, sondern auch die Auftragsbücher des Führungs- und Lagezentrums und der Polizeireviere gefüllt. Zwischen 13 Uhr und kurz vor Mitternacht wurden am Sonntag rund 30 unwetterbedingte Einsätze zwischen Au am Rhein, Forbach, Wolfach und Ringsheim gezählt. Während die überwiegende Anzahl der Anrufer randvolle Bachläufe, umgestürzte Bäume und schwer passierbare Unterführungen ohne nennenswerte Schäden meldeten, mussten an zwei Rohbauten in Offenburg und Gaggenau Sturmschäden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro bilanziert werden.

In der Offenburger Oststadt sorgten die mit dem Unwetter einhergehenden Wassermassen für Unbehagen einer Eigentümergemeinschaft. Auf dem derzeit in Sanierung befindlichen Flachdach eines Mehrfamilienhauses in der Hildastraße hatten sich Wassermassen gesammelt (siehe Offenburg). Der Feuerwehr Offenburg gelang es am späten Abend, das Wasser abzupumpen und somit möglicherweise größeren Schaden abzuwenden. Die Gesamthöhe der Sachschäden vom Unwettersonntag konnte vom Präsidium am Montag noch nicht beziffert werden. Verletzt wurde aber zum Glück niemand.

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Die Wetterkapriolen hielten auch die Mitarbeiter des E-Werks Mittelbaden auf Trab. So kam es in mehreren Gemeinden und Ortsteilen zur Störungen in der Stromversorgung. Hauptsächlich betroffen waren davon Teile von Bollenbach, Einbach, Kinzigtal, Lehengericht, Mühlenbach und Schiltach. Auslöser aller Stromunterbrechungen waren laut einer Mitteilung des E-Werks umgestürzte Bäume, die durch die Kombination aus ausgeweichtem Boden infolge des starken Dauerregens und durch kräftiges Windaufkommen in die Freileitungen stürzten und Kurzschlüsse auslösten.

Die Sicherheitssysteme reagierten laut E-Werk aber unverzüglich und unterbrachen die Stromversorgung. Die Mitarbeiter von Netze Mittelbaden waren jeweils unmittelbar vor Ort im Einsatz, um die Bäume aus den Leitungen zu schneiden, bevor durch Netzumschaltungen und unter Einsatz von Notstromaggregaten alle Kunden nach und nach wieder sicher mit Strom versorgt werden konnten. Am Montagmorgen begannen die Reparaturarbeiten, die voraussichtlich die ganze Woche andauern werden: Beschädigte Masten müssen ausgetauscht und Leiterseile kontrolliert und repariert werden.
Gleiches gilt für umgeknickte Dachständer, die erneuert werden müssen.

Autor: bz