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12. März 2010 16:41 Uhr
Banküberfall in Badenweiler
Täter bleibt ohne Beute
Der Täter entkam unerkannt, aber auch ohne Beute: Nach Feierabend wurde eine Mitarbeiterin der Volksbank in Badenweiler von einem bewaffneten Mann bedroht. Er forderte Bargeld, bekam aber wegen technischer Sicherheitsvorkehrungen nichts.
BADENWEILER (ad). Ohne Beute flüchtete am Donnerstagabend ein unbekannter Mann nach einem bewaffneten Banküberfall in Badenweiler. Nach Angaben der Polizei hatte der Täter eine Angestellte der Volksbank mit einer Pistole bedroht, nachdem diese gegen 18.30 Uhr aus dem Gebäude gekommen war. Der Mann hatte die Frau zur Rückkehr in die Bank gezwungen und dort Bargeld verlangt. Als die Geldübergabe wegen technischer Vorkehrungen scheiterte, flüchtete der Täter.
Weil der Mann die Volksbankmitarbeiterin davor gewarnt hatte, ihm zu folgen, hat sie seine Flucht nicht beobachtet. Daher hat die ermittelnde Kriminalpolizei in Müllheim kaum Anhaltspunkte. "Wir wissen wenig", sagt Außenstellenleiter Anton Sickinger. So ist nicht bekannt, in welche Richtung der Mann geflüchtet ist. Es gibt aber eine Beschreibung. Demnach ist der Täter etwa 1,70 Meter groß. Beim Überfall trug er eine dunkle Jogginghose, eine dunkle Jacke, außerdem Handschuhe und eine Unterziehhaube für Motorradfahrer. Er soll mit ausländischem Akzent gesprochen haben. Wegen der Maskierung verspricht sich Sickinger wenig Hinweise durch die Auswertung der Videoaufzeichnungen aus der Bank.Werbung
Betroffen äußerte sich gestern Volksbankvorstand Rudolf Köpfer über die Ereignisse in Badenweiler. Erst vor 13 Monaten sei eine Filiale der Volksbank Müllheim in Bad Bellingen überfallen worden. So etwas käme zwar selten, "aber leider auch in unserer Geschichte vor". Zum Glück sei bei dem Überfall in Badenweiler nichts passiert. Aus Sicht der Bank könne man nur versuchen, die Risiken für solche Überfälle zu minimieren. Verhindern könne man sie nicht. Die bedrohte Mitarbeiterin hätte am gestrigen Freitag ohnehin frei gehabt, sagt Rudolf Köpfer, so konnte sich zu Hause von dem Schrecken erholen. Wenn Mitarbeiter nach einem solchen Vorfall Hilfe bräuchten, würden sie unterstützt, versicherte der Volksbankchef. Wie die Kripo berichtete, war die bedrohte Mitarbeiterin nicht alleine: Eine Kollegin war zur Tatzeit ebenfalls noch im Gebäude.
Der Überfall auf die Volksbankfiliale in Bad Bellingen hatte sich im Januar 2009 ereignet. Nach nahezu identischem Muster: Auch damals hatte eine Mitarbeitern gerade die Bank verlassen, als sie von einem mit schwarzer Unterziehhaube maskierten Mann angesprochen und mit einer Schusswaffe bedroht wurde. Der damalige Täter hatte Erfolg, bekam Geld und flüchtete. Ein Verdächtiger aus Bad Bellingen war bald darauf festgenommen und überprüft worden. Er wurde jedoch nach Angaben der Kriminalpolizei in Lörrach als Täter ausgeschlossen.
Autor: ad
