Triaz

POP: Fingerfertige Vielfalt

Peter Disch

Von Peter Disch

Sa, 19. Januar 2019

Rock & Pop

Ambitioniert geht die Freiburger Band Triaz auf ihrem Debütalbum "Bring Me Everything" zu Werke. Was nicht verwundert ist, da vier von fünf Mitgliedern an Musikschulen dozieren und einer gerade sein Filmmusik-Diplom macht. Die Fingerfertigkeit ausgebildeter Musiker und die daraus resultierende Wandlungsfähigkeit ist vom ersten Takt an zu hören. Die Basis der Songs ist Pop, der mit vielen Einflüssen erweitert wird. Flamenco- oder Rockgitarre, funky Riffs, jazziger Gesang, ein wenig Fusion, wohlgesetzte Klavierakkorde, differenzierte Rhythmen, Slap-Bass – da ist eine Menge möglich. Diese Vielfalt und die vielschichtigen Arrangements brauchen Raum, um ihre Wirkung entwickeln zu können. Das kurze, separate Intro ins Titelstück eingerechnet, sind die acht Songs zwischen fünf und acht Minuten lang. Das ist keine Musik, die auf dem schnellsten Weg auf den Refrain zusteuert oder auf simple Eingängigkeit getrimmt ist. Vielmehr setzen Triaz auf Atmosphäre und Abwechslung, um Spannung zu erzeugen. Zugänglich ist das Ganze trotzdem. Bei gleich drei Konzerten in der Region kann die Band dann auch zeigen, ob das, was in den Studioversionen bisweilen etwas kontrolliert klingt, auf der Bühne noch mehr Leben entfaltet. Einfach mal loslassen – beim hörbaren handwerklichen Können aller Beteiligten sollte das aber kein Problem sein.

Triaz: Bring Me Everything (Eigenvertrieb). Konzerte: Do, 24. 1., Freiburg, Jazzhaus, 20 Uhr; Sa, 26. 1., Freiamt, Alte Kochschule (Ottoschwanden), 20.30 Uhr; Mo, 28. 1., Kehl, Hafen 17, 20.30 Uhr.