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04. Februar 2011
PRESSESTIMMEN
Die Zeitungen kommentieren die Haltung der US-Regierung zur Revolte in Ägypten:
Sud-Ouest (Bordeaux): "Bis zu welchem Punkt soll die Solidarität mit den Völkern gehen, die um ihre Freiheit kämpfen? Bis zu welchem Punkt soll die Unterstützung für verbündete, aber autokratische Herrscher gehen, die bislang als Garanten der Stabilität galten? Obama erweckte am Dienstagabend den Eindruck, als habe er Husni Mubarak fallengelassen (. . .). Aber noch sucht Obama nach einer Alternative."
Thüringische Landeszeitung (Weimar): "Der Satz, auf den Millionen Ägypter gehofft hatten, ist Barack Obama nicht über die Lippen gekommen: Präsident Mubarak, treten Sie zurück! Stattdessen hat sich der US-Präsident hinter diplomatisch verpackten Formulierungen verschanzt (. . .). Als bisheriger Partner und Haupt-Geldgeber haben die USA die wichtigsten Druckmittel in der Hand."
Leipziger Volkszeitung: "Washington, das das Mubarak-System jedes Jahr mit etwa zwei Milliarden Dollar stützte (. . .), geht aber nur vorsichtig auf Distanz. Es ist aber ein zu hoher Preis, wenn Ägypten im Chaos versinkt, nur damit der 82-jährige Präsident gesichtswahrend (. . .) abtreten kann."
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Autor: afp



