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28. Juni 2012
Pumpwerk wird den Anforderungen angepasst
Inzlinger Wasser ist von guter Qualität / Eine 175 000-Euro-Investition sichert die Funktion der 50 Jahre alten Anlage.
INZLINGEN (jo). Für rund 176 000 Euro bekommt das Pumpwerk Burtematt teilweise ein neues Innenleben und wird nach neuesten Erkenntnissen so renoviert, dass im nächsten Vierteljahrhundert keine gößeren Investitionen anfallen dürften. Das beschloss der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung am Dienstag. Vorausgegangen war eine Besichtigung im Pumpwerk, das bis zu 40 Prozent des Trinkwassers aus eigenen Quellen liefert, das – vermischt mit Lörracher Wasser – in alle Häuser des Dorfes fließt.
Die Mengen haben sich in den letzten Jahren etwas verringert auf durchschnittlich 110- bis 130 000 Kubikmeter pro Jahr. Alle Bürger bekommen dank der Mischung von hartem eigenem und weichem Lörracher Wasser eine gleichbleibende Qualität von 12,5 bis 14 Härtegraden. Pro Tag und Einwohner sind das 112 bis 116 Liter. Die Qualität sei "durchgehend sehr positiv", sagte Ralf Göttsche, der bei der Badenova die Projektleitung innehat. 42 Wasserproben werden übers Jahr entnommen. Badenova betreut für die Gemeinde ein 24,4 Kilometer langes Leitungsnetz.
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1961 ging das Pumpwerk Burtematt in Betrieb. Es verfügt über zwei Wasserkammern von je 42 Kubikmetern. Die Wassertrübung wird überwacht, eine UV-Desinfektionsanlage sichert Trinkwasserqualität. Die eigene Druckleitung bringt das Wasser zum 60 Meter höher gelegenen Buttenberg-Hochbehälter.
Die technischen Anlagen seien noch immer gut funktionstüchtig. Allerdings müssten Abdichtungen und Beschichtungen erneuert werden. Denn vor Jahren hatte man noch Kunststoffbeschichtungen gewählt, die heute abzublättern beginnen und nicht mehr den strengen gesundheitlichen Anforderungen genügen. Deshalb hat man sich bei Badenova entschlossen, eine der beiden Kammern künftig nicht mehr zu benutzen. Das erlaubt, bauliche Erleichterungen zu schaffen fürs Betreuungspersonal. Der schmale Einstieg am Schacht wird geschlossen. Dafür bekommt der Überwachungsraum eine Treppe nach unten zu den Pumpen. Erneuerung der Zuleitungen und Belüftungen sowie die nötigen Tiefbauarbeiten werden rund 175 000 Euro kosten.
Wenn die Arbeiten im März 2013 beginnen, sollte der Umbau bis Juni 2013 fertig sein. In dieser Zeit bleiben die Burtemattquellen abgehängt. Das Wasser geht, wie sonst auch beim kleinen Überlauf, in den Schlossteich. Die Chrischonaquellen bleiben wohl für immer ausgeschlossen aus dem Wasserkreislauf Inzlingens, erklärte Göttsch auf Anfrage. Denn sie haben stets keine ausreichende Qualität gebracht und lieferten im Herbst nur ganz spärlich. Die Ausschreibung für die Burtematt-Arbeiten erfolgt beschränkt.
Autor: jo



