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10. Juli 2012

QR-Code erklärt den MehrLiN-Platz

Einweihung bei der "Sommernacht 2012" /Tolles Programm.

  1. Organisationsteam der Sommernacht in Nordwest (von links): Andreas Hillenbrand, Raffael Würth, Rudolf Kothmeier und Freimut Wacker Foto: Ralf Burgmaier

  2. Straßburger Straße Nordwest MehrLiN Sanierung Privathäuser Foto: Ralf Burgmaier

  3. Qr-Code Mehrlin Foto: BZ

OFFENBURG. Mehr Lebensqualität in Nordwest? Das war vor zehn Jahren noch ein Wunschtraum. Damals setzte ein großes Stadtteilfest, die Sommernacht 2002, das Signal zum Aufbruch in eine bessere Zukunft. Zehn Jahre später ist der Traum wahr geworden. Die meisten Nordweststädtler sind glücklich mit der Entwicklung, die ihr Stadtteil mittlerweile genommen hat. Und das soll nun wieder mit einem großen Fest gefeiert werden: mit der Sommernacht 2012 vom 21. auf den 22. Juli.

"Die Leute wollen zeigen, wie sich ihr Stadtteil in den vergangenen zehn Jahren positiv verändert hat", erklärt Rudolf Kothmeier. Kothmeier ist "Mister MehrLiN". Seit zehn Jahren leitet der das Projekt "Mehr Lebensqualität in Nordwest" (MehrLiN), in dessen Zug bis in vier Jahren rund 13 Millionen Euro öffentliche Gelder in den Stadtteil geflossen sein werden. Damit wurden Straßen und Plätze erneuert sowie rund 100 Hausbesitzer/innen bei der Sanierung ihrer Häuser unterstützt. "Das Sechs- bis Siebenfache dieser Summe wurde durch die öffentlichen Gelder an Investitionsvolumen erzeugt", erklärt ein sichtlich zufriedener Leiter eines städtischen Vorzeigeprojekts bei der Vorstellung des Festprogramms. "Das wichtigste aber ist das Soziale", sagt Rudolf Kothmeier. 64 Nationen leben und arbeiten im multikulturellen Nordwesten zusammen. "Hier wird Integration täglich gelebt", so Kothmeier. "Das wird die Sommernacht 2012 zeigen."

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Seit einem Jahr arbeiten 40 Personen ehrenamtlich am großen Festprogramm. Die ganze Vielfalt des Stadtteils wird auf der Festmeile zwischen Rheinstraße, Straßburger, Franz-Volk- und Lihlstraße, alleine durch 29 Stände mit kulinarischen Spezialitäten als aller Welt sinnlich erfahrbar sein. Allein hier sind 500 Ehrenamtliche im Einsatz sagt Andreas Hillebrand vom Stadtteil- und Familienzentrum Nordwest, der im Festkommitee fürs Essen zuständig ist. 30 Musik- und Tanzgruppen werden die vier Bühnen auf der Festmeile während der Festtage entern. Sie repräsentieren das kulturelle Spektrum der Nordweststadt und der Nachbarschaft: vom Kinder- und Gospelchor über den Musikverein bis zur balkanischen Volkstanzgruppe oder den Rappern, die auf einer eigenen HipHop-Bühne sich die Mikros in die Hand geben. Topacts sind am Samstagabend die Peter-Oehler-Band und Main Street, deren Gitarrist Klaus Bayer ebenfalls aus dem Nordweststadt-Kiez kommt.

Von 16 bis 1 Uhr zeigt sich am Samstag ein durch die Sanierung runderneuerter Stadtteil darüber hinaus noch von einer ganz anderen Seite: Hinterhöfe öffnen sich, die bisher nur privat zugänglich sind und eröffnen den Besuchern neue Perspektiven. Vor dem Gasthaus Windeck baut der Tauchclub ein 60 000-Liter-Tauchbecken auf für den Sprung ins Kühle Nass. Dort brettern auch die Seifenkisten vorbei. 32 Schülermannschaften haben dafür gemeldet. Sie starten von einer steilen hölzernen Rampe in der Straßburger Straße. Nicht weit vom Wasser liegt der Strand: In der Lihlstraße wird tonnenweise Sand ausgebracht, der sich in eine große Sandburg samt Wasserstraße verwandeln lässt.

Um 17 Uhr wird OB Edith Schreiner den Platz an der Einmündung der Rheinstraße in die Straßburger Straße auf MehrLiN-Platz taufen. Auf die kontroverse Diskussion um die Verständlichkeit dieses Namens haben die Macher reagiert, indem sie das Namensschild mit einem sogenannten QR-Code versehen haben. Mit einem Smartphone können Passanten den einlesen und erfahren so die Hintergründe des MehrLiN-Projekts.

GROSSES FRÜHSTÜCK

Am Sonntag, 22. Juli, findet um 10 Uhr das Friedensgebet verschiedener Religionen, der Aleviten, der Muslime sowie der evangelischen und der katholischen Kirchen auf der Hauptbühne Rheinstraße, Ecke Lihlstraße statt. Um 11 beginnt anschließend dort das Konzert des Bundespolizeiorchesters aus München. Von 11 bis 18 Uhr bittet wenige Meter weiter die Bundespolizei zum Tag der offenen Tür. Gleichzeitig ist die Bevölkerung zum Frühstück eingeladen. Backwaren, Wurst, Käse verkaufen die Bäckerei Rieger und die Metzgerei Link, Kaffee und andere Getränke sind ebenfalls erhältlich. Alle anderen Speisen sowie Geschirr und Besteck bitte selbst mitbringen.  

Autor: rab

Autor: Ralf Burgmaier