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09. Juli 2012

Majestätisch den Kandel erklommen

Drei Berge, drei Siege: Martina Höllige entscheidet Schwarzwaldkönig-Serie vorzeitig für sich.

  1. Der Kandel lässt sich auch gut behütet erklimmen – selbst in einer für den Schwarzwald eher untypischen Farbgebung. Foto: Benjamin Resetz

RADSPORT. Der Schwarzwald hat eine neue Königin: Martina Höllige sicherte sich mit ihrem Triumph beim Kandelkönig, der dritten Etappe der Schwarzwaldkönig-Tour im Bergzeitfahren, den Frauen-Gesamtsieg. Bei den Männern bleibt es dagegen spannend bis zum Schluss.

Für die 174 Teilnehmer galt es auf den zwölf Kilometern vom Waldkircher Marktplatz den Kandel hinauf, bei böigem Südwestwind, 930 Höhenmeter zu überwinden. Unter Radsportlern gilt der Kandel weithin als der härteste Anstieg im Schwarzwald. Entsprechend hoch war die Belastung bei den Sportlern.

In 20-Sekunden-Intervallen starteten die Freizeit- und Lizenzathleten nacheinander auf die vorletzte Etappe der Bergzeitfahr-Serie. In den Morgenstunden hatte es noch kräftig geregnet, weshalb einige Teilnehmer gar nicht erst antraten. "Ich hatte mich schon auf Bedingungen wie letzte Woche in Ebringen eingestellt", meinte auch Alexander Lang, Veranstalter des Schwarzwaldkönigs. Auf der zweiten Etappe, dem Ebringer Bergsprintkönig, hatten die Fahrer noch mit Dauerregen und kühlen Temperaturen zu kämpfen. "Aber jetzt sieht es doch ganz gut aus."

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Bei den Frauen ging die Zweitplatzierte von Ebringen, Meike Jäger vom Team Reha Süd, mit einer Zeit von 48:38,91 Minuten zunächst in Führung. Wenig später fuhr Ann-Katrin Hellstern vom BQ-Cycling-Team mit 45:32,04 Minuten souverän an die Spitze. Zu diesem Zeitpunkt war die Gesamtführende, Martina Höllige vom Team Strassacker, noch auf der Strecke und fuhr kurz darauf als Führende durchs Ziel – nur 22 Hundertstelsekunden schneller als Hellstern. Der dritte Etappensieg in Folge war perfekt und bescherte ihr den vorzeitigen Gesamtsieg bei den Frauen. "Ich bin froh, dass ich schon jetzt alles klar machen konnte", freute sich die Bönnigheimerin, die die Kandel-Etappe eigentlich aussparen wollte, nach dem knappen Rennen. "So kann ich den letzten Lauf am Schauinsland ganz entspannt angehen."

Bei den Männern hingegen bleibt noch alles offen: Tagessieger wurde Christoph Fuhrbach (Neustadt/Weinstraße) mit einer bärenstarken Zeit von 37:35,15 Minuten. Er führt nun mit 2967,42 Punkten im Gesamtklassement hauchdünn vor Johannes Höfler vom RSC Gundelfingen, der Platz drei in der Tageswertung belegte, mit 2948,99 Punkten. Tageszweiter wurde Mirco Wiesler vom Team Caritas International. Mitfavorit Frederik Nagel vom Team Strassacker war nicht angereist. Der Sieger der Auftaktetappe und Zweite von Ebringen kann sich jedoch ebenfalls noch realistische Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen.

Am 22. Juli endet die Tour mit dem Schauinslandkönig als letzter Etappe. Zum größten der vier Rennen erwartet Veranstalter Lang wie in den Vorjahren rund 1000 Teilnehmer.

Ergebnisse, Infos, Anmeldung unter: http://www.schauinslandkoenig.de

Autor: Benjamin Resetz