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06. März 2010
Begrenzte Haltbarkeit
Mobile Navigationsgeräte für das Auto sind mit ihrer Software schnell veraltet.
Käufern von PCs und Unterhaltungselektronik ist das Problem bekannt: Kaum haben sie sich einen Rechner, eine Digitalkamera oder sonst ein schickes Gerät angeschafft, ist die Technik schon wieder veraltet. Die Hersteller haben längst eine noch schnellere und leistungsfähigere Gerätegeneration herausgebracht. Das Dilemma trifft auch auf mobile Navigationsgeräte zu.
Auch wenn die Anbieter mit Update-Angeboten versuchen, die Haltbarkeit ihrer Lotsen hinauszuzögern – irgendwann bleibt Autofahrern nichts anderes übrig, als ihr Gerät zu ersetzen und sich ein neues zuzulegen. "Die Innovationszyklen sind kürzer geworden", sagt Roland Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Die Geräte seien auch nicht mehr lange im Markt: bestenfalls ein knappes Jahr, bevor der Nachfolger vorgestellt wird.
Neben dem Fortschritt gibt es einen weiteren Grund: Navigationsgeräte sind ein Massengeschäft geworden. Laut gfu wurden 2008 rund 4,28 Millionen Geräte abgesetzt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 17,1 Prozent. Kein Wunder also, dass die Hersteller in immer kürzeren Abständen mit Innovationen bei den Käufern punkten wollen. Doch aus deren Sicht ist das nicht immer von Vorteil: "Wir bemängeln, dass die Geräte mittlerweile zu Wegwerfprodukten geworden sind", sagt Stefan Grabmaier, Projektleiter Navi-Test beim ADAC. Nach spätestens einem Jahr sei das Kartenmaterial nicht mehr ohne Probleme zu gebrauchen. Spätestens dann sei ein Update ratsam.
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Manche Firmen bieten zwar einen solchen Service an – einige gleich als Paket beim Kauf des Geräts, andere nachträglich gegen Extra-Gebühren. Das Problem an der Sache ist laut Grabmaier jedoch, dass ein neues Gerät mit aktueller Navigationssoftware und neuesten Karten oft billiger ist als ein Update des alten. Besonders ärgerlich sei, wenn Navi-Hersteller schon nach kurzer Zeit den Support für ein Gerät einstellen. Grundsätzlich gilt: Produkte im oberen Preissegment sind länger am Markt. Zudem gibt es für sie meist kostenlos ein regelmäßiges Update mit aktuellen Karten.
Interessenten sollten sich vor dem Kauf ihre Bedürfnisse klar machen. Soll es ein Gerät sein, das vor allem für Navi-Zwecke ohne viel Zusatzfunktionen genutzt wird, empfiehlt ADAC-Experte Grabmaier eines aus dem 100-Euro-Segment mit Update-Service. Wird mehr gewünscht, müssten teurere Produkte gewählt werden.
Autor: dpa
