Boxer immer, Diesel nimmer

Hans-Henning Kiefer

Von Hans-Henning Kiefer

Sa, 10. Februar 2018

Auto & Mobilität

BZ-VORSTELLUNG: Subaru XV / Neue Generation des kompakten Crossover.

Subaru – "größte Allradmarke der Welt" – verzichtet bei der Neuauflage seines XV auf den Selbstzünder unter der Haube. Zu hoher Aufwand, um ihn an die in Zukunft geltenden Abgasnormen anzupassen, zumal der Diesel nur auf dem europäischen Markt und

da eine geringer werdende Rolle spielt, lauten die Argumente.

Dafür soll es bei dem auf der neuen Subaru Global Platform basierenden XV 2019 eine elektrifizierte Version geben. Bis dahin arbeiten unter der Haube alternativ zwei Otto-Motoren in der von Subaru gewohnten Boxerbauweise, ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Sauger mit 114 PS oder ein – empfehlenswerteres – Zwei-Liter-Aggregat mit Direkteinspritzung und 156 PS. Beide sind mit einem Lineartronic genannten CVT-Automatikgetriebe gekoppelt, das sich per Schaltwippen auch manuell bedienen lässt. Hierzu gibt es beim XV wie bei seinem Schwestermodel Imprezza keine Alternative. CVT-Getriebe weisen einen gewissen "Gummiband-Effekt" auf, vor allem beim schnellen Beschleunigen. Das ist jedoch der einzige Punkt, der eine gewisse Kompromissbereitschaft bei diesem Allradler erfordert, der sich mit seinem Limousinencharakter abhebt von der Masse der gängigen SUVs.

In Verbindung mit der hohen Bodenfreiheit von 22 Zentimetern macht der kompakte Crossover dank permanentem Allradantrieb auf der Straße und abseits von ihr eine gute Figur. Bei einem auf knapp 2,67 Meter gewachsenen Radstand finden bis zu fünf Insassen jetzt mehr Platz als zuvor. Neben der hohen Kopffreiheit selbst im Fond profitieren die Passagiere von der erhöhten Sitzposition auf gut konturierten, komfortablen und hochwertigen Sitzen.

Zentrales Bedienelement ist der bis zu acht Zoll große Touchscreen des Infotainmentsystems oben in der Mittelkonsole. Er steuert nicht nur das Audiosystem, sondern auch das den Topausstattungen vorbehaltene Navigationssystem und liefert zudem das Bild der Rückfahrkamera. Über Subaru Starlink können Insassen auf Internetradio, Apps und vieles mehr zugreifen, das Smartphone lässt sich erstmals via Apple Car-Play und Android Auto vollständig einbinden. Ablagefächer – unter anderem in der Mittelkonsole und in den Türen – bieten viel Stauraum auf kurzer und langer Strecke. Der Kofferraum fasst 385 bis 1310 Liter bei umgeklappter Rückbank.

Wie bei fast allen Subaru-Modellen verfügt der Subaru XV über den permanenten Allradantrieb Symmetrical AWD. Er sorgt gemeinsam mit einer daraus und dem nieder bauenden Boxer resultierenden Gewichtsverteilung für ein ausgewogenes Fahrverhalten. Erstmals an Bord des Crossover-SUV ist das Allradmanagement-System X-Mode: Per Taste an der Mittelkonsole eingestellt, unterstützt das System gezielt den Allradantrieb auf schlechtem oder schlüpfrigem Untergrund.

Vielseitiges Assistenzsystem

Erstmals an Bord des Subaru XV ist das preisgekrönte serienmäßige "Eyesight"-System. Es kombiniert ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, einen Anfahr-Kollisionswarner, eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, einen Spurleitassistenten sowie einen aktiven Spurhalteassistenten. Mit der neuen Modellgeneration wird zudem ein radargestützter Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehrassistent angeboten.

Kunden können zwischen vier Ausstattungslinien wählen. Bereits die Einstiegsversion wartet mit Annehmlichkeiten wie einer adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Licht- und Regensensor, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn sowie elektrisch beheizbaren Außenspiegeln auf.

Der neue Subaru XV startet zu Preisen ab 22 980 Euro mit dem 1,6-Liter-Boxermotor. Den größeren 2,0-Liter-Benziner gibt es in höheren Ausstattungslinien ab 27 980 Euro.