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18. März 2017

Business in schönster Form

BZ-VORSTELLUNG: Mercedes-Benz E-Klasse Coupé / Neuer Zweitürer mit vier Sitzen.

  1. Foto: daimler

  2. Wie aus einem Guss wirkt das neue Coupé mit seiner dezenten Abrisskante. Nobles Interieur mit hübscher Analoguhr und optionalem Riesendisplay Foto: werksfotos

  3. Foto: daimler

Es ist immer das Gleiche mit den Coupés: Man bekommt weniger Auto, muss aber tiefer in die Tasche greifen. Das ist auch bei der Mercedes E-Klasse nicht anders, die jetzt als Zweitürer für mindestens 49 052 Euro beim Händler steht – das sind rund 2000 Euro mehr als für die Business-Limousine. Allerdings halten sich die Einschränkungen beim E-Coupé im Rahmen.

Zwar ist die Rückbank des 4,83-Meter-Coupés auf längeren Strecken nur die zweitbeste Sitzgelegenheit, doch für kurze Wege können dort auch große Gäste Platz nehmen; hat man sich einmal durch den engen Einstieg gefädelt, sitzt man recht ordentlich. Auch der Kofferraum ist mit 425 Litern zwar kleiner als in der zehn Zentimeter längeren Limousine, aber immer noch geräumig, und er lässt sich durch Umklappen der Rückbank erweitern.

Außerdem gewinnt man ja auch einiges: Das 1,5 Zentimeter tiefer gelegte Coupé sieht nochmal eleganter aus als die Limousine, von der es sich nicht nur durch die zwei fehlenden Türen unterscheidet. Während innen vor allem die neugestalteten Luftduschen in Turbinen-Optik auffallen, hat Chef-Desinger Gordon Wagener außen die Seitenansicht merklich glatter gestaltet; auch das Heck ist eigenständig.

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Ganz so eindeutig ist es dann allerdings doch nicht, denn man muss vor allem von hinten zweimal hinschauen, um das E-Coupé nicht mit seinem kleinen oder großen Bruder, also den Zweitürern auf C- und S-Klasse-Basis, zu verwechseln.

Zum Einstiegspreis von knapp über 49 000 Euro wird wohl kein Fahrzeug das Werk in Bremen verlassen, zehn- bis fünfzehntausend Euro für Sonderausstattung sind schnell zusammen. Für das Coupé gibt es schließlich das gleiche, reichhaltige Angebot an Extras wie für die Limousine. Das fängt bei den digitalen Instrumenten an, reicht über Massagesitze, High-End-LED-Scheinwerfer, Online-Zugang und den Einpark-Automaten, der das Fahrzeug per Fernbedienung in und aus der Garage fährt, bis hin zum teilautonomen Fahren auf der Autobahn. Selbst Kleinigkeiten wie die Sitzheizung oder ausziehbare Sonnenblenden muss man extra bezahlen.

Gegenüber der Limousine ist das Motorenangebot für das Coupé eingeschränkt, zum Marktstart stehen drei Benziner und ein Diesel bereit. Der Einstiegs-Otto E 200 fährt im Zweitürer immer mit Neungang-Automatik vor, im Aggregate-Mix dürfte er allerdings keine allzu große Rolle spielen. Schließlich zählen Coupé-Kunden traditionell nicht zu den Sparfüchsen, und die rund 1,7 Tonnen Leergewicht, die man dem Stuttgarter nicht nur in der Kurve anmerkt, vertragen durchaus etwas mehr Power.

Zumindest dann, wenn man nicht nur entspannt Cruisen will, was vor allem mit der optionalen Luftfederung tadellos geht: Das adaptive System neutralisiert im Komfortmodus so gut wie alle Unpässlichkeiten der Straße, während es im Sportbetrieb für die nötige Härte sorgt – inklusive der direkten Meldung von Querfugen und anderen fiesen Unebenheiten.

Alternativen im Antriebsbereich

Eine feine Alternative ist der ebenfalls vierzylindrige E 300 der mit 245 PS über spürbar mehr Reserven verfügt. Will man auf jeden Fall einen Sechszylinder unter der Haube wissen, muss man zum mindestens 64 800 Euro teuren E 400 greifen. Der gibt seine Kraft serienmäßig an alle vier Räder ab und schubst das Coupé in 5,4 Sekunden auf Tempo 100.

Das Schicksal des E 200, ein Dasein eher im Katalog zu fristen, dürfte auch dem ab 50 575 Euro erhältlichen E 220 d blühen. Diesel und Coupé ist immer noch nicht die gängigste Kombination .

DATENBLATT: Mercedes-Benz E-Klasse Coupé

Länge/Breite/Höhe in mm:
4826/1860/1430
Kofferraum in l: 425
Motoren: E 220 d – 143 kW/194 PS, 4,6–4,0 l/100 km; E 200 – 135 kW/184 PS, 6,7–6,0 l/100 km; E 300 –
180 kW/245 PS; E 400 4-Matic – 245 kW/333 PS, 8,4–8,1 l/100 km
Preise: ab 49 052 Euro  

Autor: bz

PLUSMINUS

 

Autor: bz

Autor: Michael Gebhardt (SP-X)