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08. Oktober 2011

Der kleine Q mischt sich ein

BZ-VORSTELLUNG: Audi Q3 / Der neue Kompakte rundet das SUV-Angebot nach unten ab.

  1. Foto: werk

  2. Audi pflegt auch in der kompakten SUV-Klasse seinen Stil ohne Kompromisse bei Optik und Qualität. Foto: werksfotos

  3. Foto: werk

Die Audi-Geländewagen Q7 und Q5 haben erfolgreich das Terrain erkundet. Nun wird die Off-Roader-Reihe des Herstellers aus Ingolstadt um das kleinere Modell Q3 erweitert. Das Trio der SUV aus dem Hause Audi ist damit komplett. Technisch eng verwandt ist der kleine Q mit dem Schwestermodell Tiguan von Volkswagen, gebaut wird er im hochmodernen spanischen Werk in Martorell.

Der Q3 ist auf den ersten Blick als waschechter Audi zu erkennen. Alle für die Marke typischen Designelemente – vom wuchtigen Kühlergrill bis zur Seitenlinie – hat der Neue von den größeren Modellen übernommen. Das Design mit der nach hinten absinkenden Dachlinie und dem harmonischen Heck wirkt auf den ersten Blick nicht typisch für einen SUV, sondern eher limousinenhaft. Das Gesamtbild erscheint aber sehr stimmig. Der Innenraum ist ausgesprochen funktional, auf optische Spielereien wurde verzichtet. Das gibt dem Interieur einen sachlichen, wertigen Stil. Die Verarbeitung entspricht Premium-Erwartungen – alles andere würde wohl auch überraschen. Dank der umfangreichen Aufpreisliste lässt sich der Innenraum individuell gestalten und aufhübschen.

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Mit einer Länge von 4,38 Metern ist der Q3 angenehm kompakt. Gleichzeitig bietet er im Innenraum dank eines vergleichsweise großen Radstands von 2,60 Metern großzügige Platzverhältnisse für vier Personen. Zugelassen ist er für fünf Passagiere, doch dann wird es eng. Das Ladeabteil fasst zwischen 460 und 1365 Litern. Jedoch ist die Ladekante etwas hoch geraten. Für weiteren Transportbedarf wartet die Dachreling auf entsprechende Bestückung. Gegen Aufpreis lässt sich der Beifahrersitz nach vorne klappen, um Sperriges im Innenraum zu verstauen.

Die meisten Q3 werden wohl selten abseits geteerter Straßen rollen. Daher besitzt die Basisversion – wie in diesem Segment üblich – serienmäßig Frontantrieb. Dieser reicht für den Alltag vollkommen aus. Wer eine höher angesiedelte und damit auch teurere Version wählt, hat immer Allradantrieb. Unabhängig vom Antrieb: Das aufwendige Fahrwerk mit Vierlenkerhinterachse meistert fast alle Situationen souverän. Das vollkommen neu entwickelte Antischleuderprogramm ESP bietet zusätzlichen Schutz. So verhindert die sogenannte Roll-over-Prevention, auf Deutsch "Überschlagsverhinderung", bei extremen Fahrmanövern ein mögliches Abheben der inneren Räder. Eine Trockenbremsfunktion säubert die Bremsscheiben in regelmäßigen Abständen, um so ein Fading bei Nässe zu verhindern. Daneben liefert Audi jede Menge Assistenzsysteme wie Tempomat, Einparkhilfe, Spurhalte- und Spurwechselassistent gegen Aufpreis.

Zum Start gibt es den Q3 wahlweise mit mit zwei Dieseln und zwei Benzinern. Die Motoren haben allesamt 2,0 Liter Hubraum und vier Zylinder. Alle Q3-Varianten sind serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik und einem System zur Bremsenergierückgewinnung ausgestattet. Außerdem gibt es auf Wunsch unter anderem aktive Xenon-Scheinwerfer, eine Navigation mit Google-Einbindung und einen mobilen Hotspot. Wie für mittlerweile alle Audi-Modelle ist auch das Paket "Drive Select" erhältlich, das den Charakter von Fahrwerk, Lenkung und Getriebe auf Knopfdruck verändert.

Obwohl der kompakte Audi-SUV in einen heiß umkämpften Markt einfährt, hat er gute Chancen, sich behaupten zu können. Er hat die Vorzüge der beiden großen Q-Modelle übernommen und bietet zugleich die notwendige Bescheidenheit, die vom kleinen Bruder erwartet wird.

Autor: Jürgen Ruf