Der Komfort-SUV

Wolfgang Schäffer (SP-X)

Von Wolfgang Schäffer (SP-X)

Sa, 09. Februar 2019

Auto & Mobilität

BZ-VORSTELLUNG: Citroën C5 Aircross / Rund und weich gefedert tritt der kompakte Franzose an.

Der SUV-Boom hat nach einer längeren Anlaufzeit auch Citroën erfasst. Nach dem C3 Aircross soll nun der C5 Aircross eine vor allem auf Komfort und Vielseitigkeit ausgelegte Alternative im gefragten Segment der Kompaktklasse sein.

An Selbstbewusstsein mangelt es Citroën dabei nicht. So sprechen die Verantwortlichen aus den Bereichen Entwicklung, Design und Marketing von einem Auto, das – trotz seiner Nähe zu den PSA-Konzernschwestern Peugeot 3008 und Opel Grandland X – "einzigartig im SUV-Segment" sei.

Als Grund dafür stehe beispielsweise das bei der Konzeption des C5 Aircross ins Lastenheft geschriebene hohe Maß an Alltagstauglichkeit. Die hat der Wagen tatsächlich. Nicht nur, dass der Kofferraum mit 580 Litern schon generell sehr großzügig ausgelegt ist: Aufgrund der variabel gestalteten zweiten Sitzreihe lässt sich das Ladeabteil dem jeweiligen Bedarf anpassen. Die hier installierten drei Einzelsitze – alle gleich breit und wie die vorderen dick gepolstert – können in der Länge separat um 15 Zentimeter verschoben und im doppelten Boden des Kofferraums versenkt werden. Zudem sind die Rücklehnen in fünf Positionen zu verstellen. Damit wächst der Raum fürs Gepäck selbst bei voller Besetzung aller Plätze auf bis zu 720 Liter unter der Laderaumabdeckung. Taucht das Gestühl komplett ab, stehen bei dachhoher Beladung 1630 Liter fürs Transportgut zur Verfügung. Da die hintere Öffnung etwas mehr als einen Meter in der Breite misst und eine Ladelänge von bis zu 1,90 Metern möglich ist, sind auch sperrige Dinge relativ problemlos zu verstauen.

In der Praxis zahlt sich zudem eine Vielzahl von Ablagemöglichkeiten aus. Die Fächer in den Türen sind großzügig bemessen. Die Box unter der Mittelarmlehne kann gekühlt werden und eine 1,5-Liter-Flasche aufnehmen.

Um den Innenraum, der für alle Insassen reichlich Platz bietet, individuell zu gestalten, bietet Citroën vier unterschiedlichen Ausstattungen an – von schlicht-puristisch über zwei in dezenten Tönen kombinierte Farbvarianten bis besonders hochwertig. Entscheiden können sich Besitzer eines C5 Aircross auch zwischen unterschiedlichen grafischen Designs auf dem 12,3-Zoll großen TFT-Bildschirm des Kombiinstruments.

Wenn’s ums Steuern geht, kommen Lenkung und Fahrwerk ins Spiel. Federung und Dämpfung sind auf möglichst hohen Komfort ausgelegt. Damit passiert das SUV selbst schlechteste Wegstrecken oder Schotterabschnitte souverän. Stöße und Schläge kommen im Innenraum kaum spürbar an. Das Lenkverhalten indessen könnte exakter sein. Flott gefahrene Kurven sind nicht wirklich die Stärke des Autos, selbst wenn die Sporttaste gedrückt wird und sich der SUV dann spürbar straffer fährt.

Um auch auf Untergründen mit geringer Traktion möglichst sicher unterwegs zu sein, haben die Entwickler das schon aus anderen PSA-Modellen bekannte "Grip Control" installiert. Die Technologie verbessert die Traktion an den Vorderrädern, Allradantrieb ist nicht vorgesehen. Auf der Höhe der Zeit ist der C5 Aircross auch hinsichtlich der Assistenzsysteme, bis zu 20 davon sind verfügbar.

Auf der Antriebsseite bietet Citroën vier Motoren mit drei und vier Zylindern an, die alle die Euro- 6d-Temp-Norm erfüllen. Während der Einstiegsmotor mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist, wird die Kraft beim stärkeren Aggregat serienmäßig über eine gut abgestimmte Achtgang-Automatik auf die Vorderräder übertragen.

Ab 2020 ist auch eine Plug-in-Hybrid-Version vorgesehen. Der Wagen mit einer Systemleistung von 225 PS soll dann etwa 50 Kilometer rein elektrisch fahren können.