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19. Juni 2017

Kleine Ursache, große Wirkung

Der Leuchtweitenregler führt ein verstecktes Leben.

  1. Häufig ist das Reglerstellrädchen verborgen irgendwo hinterm Lenkrad untergebracht. Foto: promotor

Es hat seinen Platz in der Nähe des Lichtschalters, trägt Ziffern und sieht völlig harmlos aus. Was hat es mit diesem Stellrad auf sich?

Seit dem 1. Januar 1990 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland die Möglichkeit besitzen, die Leuchtweite der Scheinwerfer der Beladung vom Fahrersitz aus anzupassen. Damit soll verhindert werden, dass ein Auto mit voll beladenem Kofferraum den Gegenverkehr blendet. Denn Gewicht drückt das Auto hinten herunter, deshalb leuchten vorn die Scheinwerfer nach oben. Mit dem Rädchen des Leuchtweitenreglers hat der Fahrer die Möglichkeit, die Scheinwerfer wieder richtig einzustellen. Heute funktioniert das überwiegend mit kleinen Elektromotoren in den Scheinwerfern.

Leider machen nur die wenigsten Fahrer Gebrauch von der Leuchtweitenregulierung. Das ist aus mehreren Gründen schlecht für die Sicherheit: Zum einen blendet das beladene oder mit einem schweren Anhänger belastete Fahrzeug andere Verkehrsteilnehmer. Zum anderen neigt der Regler bei dauerhafter Nichtbenutzung zum Festklemmen. Bei der Hauptuntersuchung wird das System aber alle zwei Jahre geprüft. Funktioniert es dann nicht, wird es als erheblicher Mangel eingestuft und eine Nachkontrolle angeordnet. Im Allgemeinen kann man also jedem Autofahrer nur raten, sich mit diesem kleinen Rädchen zu beschäftigen und ruhig auch mal die Bedienungsanleitung zu Rate zu ziehen. Es gibt allerdings auch Modelle, die haben kein Stellrädchen. Dann leuchten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Xenon- oder mit LED-Licht. Und diese müssen mit einer automatischen Leuchtweitenregulierung ausgestattet sein.

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Autor: bz