Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

14. Januar 2012

Raumgleiter aus Rüsselsheim

BZ-VORSTELLUNG: Opel nennt den neuen Zafira "Tourer" und lässt den alten als "Family" im Programm.

  1. Foto: werk

  2. Front mit Bumerang-Elementen, ausgeformte Flanken und ein Cockpit mit vielen Bedienknöpfen auf der Mittelkonsole kennzeichnen den neuesten Opel. Foto: werksfotos

  3. Foto: werk

Monocabs werden Kompaktvans vom Schlage eines Opel Zafira auch genannt. Sie bieten quasi alles unter einem Dach und das erfolgreich. 2,2 Millionen Exemplare der ersten und zweiten Generation dieses Raumwunders wurden bislang verkauft und mit der dritten Generation soll die Erfolgsgeschichte für den Rüsselsheimer fortgeschrieben werden. "Tourer" haben ihn seine Väter und Mütter genannt, zum Unterschied zum Zafira der zweiten Generation, der als "Family" weiter im Programm bleiben wird.

Der Erfolg des Zafira beruht nicht zuletzt auf seiner Variabilität und Flexibilität. Schon die 1999 gestartete erste Generation zeigte, dass es nicht nötig ist, Sitze ein- und auszubauen, wenn Not am Mann oder der Frau ist. Wird ein Sitz nicht benötigt, wird er weggeklappt und im Wagenboden versenkt. Dieses Prinzip wurde nun noch weiter verfeinert. Während sich die dritte Reihe weiterhin komplett im Boden des Kofferraums versenken lässt, lassen sich die drei Einzelsitze in der zweiten Reihe flach umlegen, um eine ebene Ladefläche zu schaffen. Die drei Sitze können unabhängig voneinander 21 Zentimeter in Längsrichtung verschoben werden. Ein optionales "Lounge-Sitzsystem" bietet pfiffige Klapp- und Drehmechanismen, damit aus der Rückenlehne des mittleren Sitzes komfortable Armlehnen für die Passagiere auf den beiden äußeren Sitzen werden. Die lassen sich um weitere sieben Zentimeter verschieben und können fünf Zentimeter in Richtung Fahrzeugmitte gleiten, was für mehr Schulterfreiheit sorgt. "Lounge-Atmosphäre" versprechen die Opel-Entwickler.

Werbung


Tatsächlich ist der Zafira Tourer nicht nur ein flexibles Raumwunder, sondern auch, was den Komfort, die Auswahl an Materialien und und die Ergonomie anbetrifft, mehr als nur ein praktisches Familienauto. Langes Reisen lässt sich entspannt angehen, für Komfort, Sicherheit und Fahrdynamik sorgt das ausgezeichnete Fahrwerk, das auf Wunsch mit einer adaptiven Chassiskontrolle, Flex-Ride genannt, ausgestattet werden kann. Damit sind drei verschiedene Fahrmodi einstellbar: Standard, Tour oder Sport. Die adaptive Chassiskontrolle passt sich den jeweils herrschenden Straßenverhältnisse, Kurvengeschwindigkeiten, Fahrzeugbewegungen und dem individuellen Fahrstil an.

Als Fünfsitzer bietet der Zafira Tourer im Kofferraum 710 Liter Stauraum, durch die umgeklappte zweite Sitzreihe werden es bis zu 1860 Liter. Überhaupt: Ablagemöglichkeiten gibt’s reichlich, bis hin zur optionalen Flex-Rail genannten Mittelkonsole, einer Armlehne, die auf Schienen gleitet und als Ablagebox konstruiert ist.

Optional lässt sich der Zafira Touren mit so gut wie allen Assistenzsystemen ausstatten, die in der Oberklasse schon gängig sind und nun auch in der Mittelklasse Einzug halten.

Für unvermeidlich halten Automobildesigner heute offenbar viele geschwungene Linien und den Wechsel von konvexen und konkaven Flächen. Der Zafira macht da keine Ausnahme, doch haben’s die Gestalter nicht übertrieben. Das Schönste aber ist, die aus dem Opel Astra GTC bekannte optionale Panorama-Windschutzscheibe, die sich über den Köpfen von Fahrer und Beifahrer bis ins Wagendach wölbt.

Autor: Hans-Henning Kiefer