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15. März 2010

Stets auf dem neusten Stand

Leasing ist ein verbreitetes Beschaffungsinstrument im Autogeschäft.

Der Abschluss von Leasingverträgen ist heute Alltag. Grundsätzlich kann man an nahezu allen beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern durch Leasing langfristige Nutzungsrechte erwerben – so heißt es im Fachjargon. Wer nicht das nötige Kleingeld parat hat, um sich seine Wünsche kurzfristig zu erfüllen, kauft auf Kredit. Andere sehen im Leasing eine Möglichkeit, zum Ziel der Wünsche zu kommen. Der Unterschied zwischen beiden Finanzierungsformen besteht darin, dass der Kauf auf Kredit dem Erwerb, das Leasing dem Gebrauch der Sache dient.

Beim Leasing ist oft eine Anzahlung, die sogenannte Sonderzahlung zu leisten. Sie beträgt in der Regel zwischen zehn und 35 Prozent des Kaufpreises. Während der Vertragslaufzeit bezahlt der Kunde eine festgeschriebene monatliche Leasingrate für Nutzung, Wertverlust, Kreditzins, Verwaltungskosten und Unternehmergewinn. Nach Ablauf des Vertrages wird das Objekt in der Regel zurückgegeben oder vom Nutzer zum Restwert gekauft. Die Raten sind zwar häufig erheblich niedriger als bei einem Kreditkauf, dafür muss der Kunde das Leasingobjekt aber meistens bei Vertragsende zurückgeben.

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Selbstständige und Freiberufler schätzen Leasing, weil es die Liquidität schont, weil nur monatliche Leasingraten zu zahlen sind und das Leasingobjekt sofort genutzt werden kann. Für sie sind Leasingraten voll als Betriebsausgaben absetzbar.

Privatpersonen können diesen Steuervorteil nicht in Anspruch nehmen. Es kann allerdings für sie dennoch eine Alternative zum Barkauf oder Kauf auf Kredit sein, wenn sie an günstigen Konditionen des Leasinggebers teilhaben können. Speziell wer Wert darauf legt, immer ein Modell zu haben, das auf dem aktuellen technischen Stand ist, für den ist Leasing eine Überlegung wert.

Nachdem sich der Kunde ein Leasingobjekt, in unserem Fall ein Auto seiner Wahl, bei einem Händler ausgesucht hat, setzt er sich mit seinem Leasingunternehmen beziehungsweise mit einem mit diesem Leasingunternehmen tätigen Händler in Verbindung, um einen Leasingvertrag abzuschließen.

Die Leasinggesellschaft führt daraufhin neben der Prüfung der Bonität des Leasingnehmers und des Lieferanten eine Objekt- und Vertragsprüfung durch. Wenn diese Prüfung positiv ausfällt, bespricht die Leasinggesellschaft oder der Händler mit dem Leasingnehmer die genannten Konditionen des Leasingvertrages, wie zum Beispiel Vertragsart, Beginn der Vertragslaufzeit, Leasingraten, einmalige Sonderzahlungen zu Vertragsbeginn, Vorgehen bei Vertragsende oder auch die eventuell notwendige Einholung von Bürgschaften. Danach wird der Leasingvertrag mit den vereinbarten Konditionen von beiden Seiten unterzeichnet. Schließlich ist die Sonderzahlung fällig, und die Phase der Ratenzahlung beginnt.

Bei Vertragsende wird das Fahrzeug in vielen Fällen an die Leasinggesellschaft respektive den Fahrzeughändler zurückgegeben. Infrage kommen können jedoch auch eine Vertragsverlängerung oder der Erwerb des Objektes durch den Leasingnehmer, sofern diese Möglichkeit vereinbart wurde.

Nicht immer ist der Leasingvertrag mit der niedrigsten Leasingrate der günstigste. Neben der Höhe der Leasingraten sind auch die übrigen Bedingungen (Abrechnung nach Ablauf der Laufzeit, Kosten bei vorzeitigem Abbruch des Vertrages und anderes) und Serviceleistungen der Leasinggesellschaften zu prüfen. Gerade bei den Serviceangeboten kommt es auf qualitative Elemente an, die sich nicht so leicht in einer Vergleichsmatrix integrieren lassen.

Besonders sollte auf den Restwert geachtet werden. Ist der Restwert zu hoch und unrealistisch – also nicht am Gebrauchtmarkt zu erzielen –, dann wirken zwar die monatlichen Leasingraten klein, die Überraschung kommt aber am Schluss. Denn der Leasingnehmer muss die Differenz zwischen Restwert und erzieltem Marktwert bei einem Restwertvertrag aus eigener Tasche bezahlen. Bei einem sogenannten Kilometervertrag, bei demdie vereinbarte Laufleistung wichtiges Kriterium ist, trägt der Leasinggeber im Prinzip das Investitionsrisiko.

Autor: Ingrid Laue