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15. März 2010
Unbeschwert in den Frühling
Für Werterhalt und Sicherheit ist eine Durchsicht des Autos jetzt angebracht.
Auch der hartnäckigste Winter ist irgendwann einmal vorbei, sehr zur Freude vieler Autofahrer. Kein Eiskratzen mehr am kalten Morgen, vorbei die gefährlichen Schlitterpartien auf dem Weg zur Arbeit. Doch um unbeschwert in den Frühling zu starten, sind noch ein paar Handgriffe am Wagen nötig. Denn die Wintermonate haben meist ihre Spuren hinterlassen. Außerdem gilt es, den Wagen frühjahrsfit zu machen. Auch wenn einiges in Eigenregie erledigt werden kann, kann es ratsam sein, einen von den Kfz-Betrieben im Frühjahr angebotenen Frühjahrschecks wahrzunehmen, da hier besonders sicherheitsrelevante Aspekte im Vordergrund stehen.
Schmutz und Salzreste beseitigen: Wenn die Matsch- und Schmuddelmonate endlich vorüber sind, ist eine gründliche Fahrzeugwäsche nötig. Dabei sind hartnäckige Schmutzablagerungen und Streusalzrückstände zu beseitigen. Sie würden sonst den Rostfraß begünstigen. Vor der Fahrt in die Waschanlage empfiehlt es sich, groben Dreck bei einer Vorwäsche abzuspülen, am besten mit einem Dampfstrahler.
Lackschäden ausbessern: Nach der Wäsche wird am besten gleich der Lack auf Beschädigungen kontrolliert. Steinschläge durch aufgewirbelten Splitt auf abgestreuten Winterstraßen haben oft die Lackschicht bis aufs Karosserieblech durchschlagen. Ohne Ausbesserung nagt hier bald der Rost. Mittel der Wahl sind dazu praktische Lackstifte.
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Innenraum aussaugen: Weiter geht es im Innenraum. Nicht mehr benötigtes Winterzubehör wie Schneeketten gehört weggepackt. Innen- und Kofferraum werden anschließend gründlich ausgesaugt. Falls in Teppich und Fußmatten noch Feuchtigkeit steckt, hilft ausgelegtes Zeitungspapier: Es nimmt die Feuchtigkeit auf. Auch ausgiebiges Lüften des Wagens ist angebracht.
Scheiben reinigen: Beschlagene Scheiben sind im Winter ein häufiges Ärgernis. Außerdem lagert sich mit der Zeit an der Innenseite der Frontscheibe ein Schmutzfilm ab, der auch bei wärmerer Witterung Auswirkungen zeigt: Er sorgt vor allem nachts für Sichtbehinderungen, denn dadurch blendet das Scheinwerferlicht des Gegenverkehrs umso mehr. Für optimale Sicht wird die Scheibe mit Glasreiniger geputzt.
Scheibenwischer kontrollieren: Bei dieser Gelegenheit sollte man am besten gleich die Scheibenwischer prüfen. Wischen sie nicht mehr richtig, werden die Blätter ausgetauscht. In den Wischwasserbehälter gehört im Frühjahr auch kein Frostschutz mehr. Er ist wegen der dauerhaften Plusgrade nicht nur überflüssig. Reinigungszusätze mit Sommermischung werden auch besser mit zermatschten Fliegenresten auf der Windschutzscheibe fertig.
Beleuchtung prüfen: Ein weiterer Punkt auf der Prüfliste, den Autofahrer im Frühling selbst erledigen können, ist die Kontrolle der Außenbeleuchtung samt Blinker und Bremslichter. Auch die Füllstände von Brems- und Kühlflüssigkeit müssen nicht unbedingt von einer Werkstatt in Augenschein genommen werden. Wenn sie zu niedrig sind, ist ein Werkstattaufenthalt allerdings angebracht – zum Auffüllen und zur Fehlersuche, schließlich kann irgendwo ein Leck sein.
Winterreifen wechseln: Sobald sich das Thermometer in wärmeren Regionen einpendelt, sollten die Winterreifen runter. Sie sind aufgrund ihrer weicheren Gummimischung auf Wintertemperaturen ausgelegt. Bei wärmeren Temperaturen ist der Abrieb höher, was den Verschleiß beschleunigt. Außerdem bieten Sommerreifen mehr Grip bei trockener Fahrbahn sowie bei Nässe. Das erhöht auf sommerlichen Straßen die Fahrstabilität und verkürzt den Bremsweg. Die richtige Zeit für den Wechsel ist in den meisten Fällen um Ostern herum. Auch wichtig: Es sollten nur solche Sommerpneus wieder aufgezogen werden, die noch ausreichend Profil besitzen – bei drei Millimeter oder weniger Profiltiefe ist es besser, sich neue Sommerreifen anzuschaffen.
Autor: Felix Rehwald (tmn)
