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28. Januar 2012
Unverwechselbar im Einerlei
BZ-VORSTELLUNG: Mit der neunten Generation des Civic startet Honda neu im Golf-Segment.
Extravagant war schon der Vorgänger seit 2006, nun bringt Honda sein wichtigstes Modell, den Civic, in der neunten Generation auf den Markt, Einführung ist am 11. Feburar. Bei der Neuentwicklung haben die Ingenieure und Designer auf Wünsche der Kunden reagiert: Eine neue Hinterachskonstruktion mit hydraulischen Lagern und eine komplett überarbeitete Vorderradaufhängung sollen den Fahrkomfort verbessern. Die Heckscheibe wurde vergrößert, der Heckspoiler, der die Sicht nach hinten einschränkte, versetzt.
Bei der Karosserie hing das Entwicklungsteam nicht an verbreiteten Konventionen, was dem sportlich-kompakten Civic im umkämpften Segment der Golf-Klasse ein unverwechselbares Äußeres verleiht. Eine verbesserte Aerodynamik ist eine weitere Folge.
Im Innenraum fällt zunächst ein neues Cockpitdesign auf, die Bedienelemente wurden übersichtlicher und ergonomischer angeordnet. Die Atmosphäre wirkt nun eleganter, die Qualität der Materialien kann überzeugen. Alle Instrumente und Schalter sind intuitiv zu bedienen.
Neu erhältlich ist ein mit Luftkammern ausgestatteter Fahrersitz mit elektrischer Lendenwirbelstütze, die es auch für den Beifahrer gibt, und ein Verstellmöglichkeit der Sitzwangen, die für Fahrer unterschiedlicher Statur angepasst werden können.
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Etwas flacher, aber dafür breiter als im bisherigen Civic bietet der neue das großzügigste Innenraumvolumen im Segment. So kann der Civic beim Kofferraumvolumen mit 401 Litern den Konkurrenten leicht Paroli bieten. Durch ein Unterfach im Kofferraum können daraus 477 Liter gemacht werden, mit umgelegten Rücksitzen sogar 1378 Liter.
Änderungen an der Hinterradaufhängung, der Vorderradaufhängung und Lenkung haben gegenüber dem Vorgänger den Fahrkomfort deutlich verbessert und sorgen für eine höhere Stabilität besonders bei hohen Geschwindigkeiten.
Zum Sicherheitspaket des Kompakten gehören Anti-Schleudertrauma-Kopfstützen vorne, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein elektronisches Stabilitätsprogramm, ein Kollisionswarnsystem sowie zahlreiche Front- und Seitenairbags. Für eine bessere Umweltbilanz sorgt eine Start-Stopp-Automatik.
Zunächst gibt es nur drei Motorvarianten, zwei Benziner mit 1,4 und 1,8 Liter Hubraum sowie ein 2.2-Liter-Dieselaggregat. Alle drei sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstet, optional gibt es für den 1,8-Liter-Motor eine Fünfgang-Automatik. Auffallend ist das niedrige Geräuschniveau, selbst in der Dieselvariante.
Zwar haben die Ingenieure den bekannten Motoren größere Sparsamkeit anerzogen, dennoch hat Honda die Motorenentwicklung in der Vergangenheit ein wenig vernachlässigt. Das soll sich unter dem neuen Präsidenten Takanobu Ito ändern.
Noch in diesem Jahr soll der Civic auch einen 1.6-Liter-Dieselmotor bekommen. Er soll leichter als alle vergleichbaren Motoren sein, mit seinen CO 2-Emissionen unter 100 g/km bleiben und mit einer Leistung von 120 PS und einem Drehmoment von 300 Nm bei 2000 U/min ein verbessertes Verhältnis von Wirtschaftlichkeit und Leistung bieten.
Autor: Hans-Henning Kiefer


