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01. Oktober 2011

Vom Rauhbein zum Dandy

BZ-VORSTELLUNG: Mit dem Fiat Freemont fährt das erste Gemeinschaftsprojekt mit Chrysler vor.

  1. Die amerikanisch-italienische Kooperation trägt beim Freemont erstmals Früchte. Foto: werk

  2. Foto: werk

  3. Foto: werk

Er ist ein alter Bekannter – und doch wieder nicht. Denn eigentlich basiert der Fiat Freemont auf dem Dodge Journey – ein erstes Produkt der Kooperation zwischen Fiat und der US-amerikanischen Chrysler Group, die den Italienern mittlerweile zu 53 Prozent gehört. Doch so gut wie alles hat Fiat bei der im mexikanischen Toluca gebauten Großraumlimousine verändert: Antriebsstrang, Fahrwerk, Innenraum und Lenkung wurden dem europäischen Markt angepasst. Aus dem US-Rauhbein wurde ein Italodandy mit hohem Nutzwert im Alltag.

Mit sieben Sitzplätzen, umfangreicher Serienausstattung und wirtschaftlichen Turbodiesel-Motoren soll sich der Freemont zu Preisen zwischen 25 990 Euro und 28 790 Euro im umkämpften Segment der Großraumlimousinen behaupten.

Das eigenständige Design des Freemont beginnt bei der Frontpartie und setzt sich mit kraftvollen Linien bis zum Heck mit seinen LED-Rückleuchten fort. Der Innenraum ist aufgeräumt und nüchtern, hat aber gar nichts mehr von Hartplastik und breiten Fugenmaßen des amerikanischen Pendants. Dafür sorgen hochwertige, weiche Materialien.

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Übersichtlich und klar gestaltet ist das Armaturenbrett mit Chrom-elementen, an das sich die zentrale Mittelkonsole und ein Infotainment-System mit Touch-screen-Farbdisplay anschließen. Mit Hilfe dieses Farbdisplays lassen sich nicht nur die Audioanlage und das Navigationssystem, sondern auch die Drei-Zonen-Klimaautomatik und die Sitzheizung steuern. Die Audioanlage verfügt über ein Radio mit CD-Player, USB-Anschluss sowie Aux-Eingang.

Der Fiat Freemont bietet mit seinem Raumangebot Komfort und vereint das mit Vielseitigkeit. Ganz praktisch: Die zweite Sitzreihe im Fond ist gegenüber den Fahrer- und Beifahrersitzen erhöht, die dritte Sitzreihe wiederum gegenüber der zweiten. Das ermöglicht allen Insassen eine gute Sicht. Die zweite Reihe ist mit aus der Sitzfläche ausklappbaren, integrierten Kindersitzen ausgestattet.

Die Sitze der dritten Reihe sind aufgrund der bis zu nahezu 90 Grad weit öffnenden hinteren Türen und des intuitiv einfach zu bedienenden Verstellsystems der Rückenlehnen der vorderen Sitze leicht zugänglich. Die hinteren Sitze lassen sich darüber hinaus mit einer einfachen Bewegung umklappen und komplett im Boden verstauen. Der Freemont wird so zum Fünfsitzer mit einer ebenen Ladefläche. Auch die zweite Reihe und auf Wunsch auch der Beifahrersitz können komplett umgeklappt werden. Der Gepäckraum bietet bei umgeklappter zweiter und dritter Sitzreihe ein Volumen von bis zu 1461 Litern, darüber hinaus sorgen weitere 25 Ablagen für Stauraum. Wer auf die dritte Sitzreihe verzichten möchte, spart 500 Euro.

Das Fahrwerk ist deutlich auf den europäischen Markt abgestimmt. So arbeitet die Lenkung direkter, das Fahrwerk ist nicht zu weich abgestimmt. Der Fahrgastraum ist von Vibrationen des Motors gut abgekoppelt worden, die konsequente Verwendung von schalldämmenden Materialien wirkt sich segensreich auf den Akustikkomfort im Innenraum aus.

Zur Markteinführung wird der Freemont ausschließlich mit Frontantrieb und Sechsgangschaltung angeboten – einen Vierradantrieb soll’s im Dezember, Januar geben. Die beiden von Fiat entwickelten 2,0-Liter-Dieseltriebwerkeleisten 140 und 170 PS. Beide Triebwerke sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Der 4x4-Freemont soll das stärkere der beiden Aggregate erhalten und serienmäßig mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe ausgestattet werden.

Autor: Hans-Henning Kiefer