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18. August 2012

Bei 400 Euro ist Schluss

Zuverdienst für Rentner hält sich in engen Grenzen / Wer Limit übersteigt, muss mit Rentenkürzung rechnen.

  1. Wer seine Rente aufbessern möchte oder muss, sollte vorher genau rechnen, damit er nicht Kürzungen hinnehmen muss. Foto: Christian Charisius (dpa)

Es klingt ganz einfach: Wer Rentner ist, aber noch arbeiten will, jobbt nebenbei. Aber dem sind noch enge Grenzen gesetzt. Ob es sich lohnt, etwas dazu zu verdienen, müssen Rentner genau durchrechnen: Was 400 Euro übersteigt, kann auf die Rente angerechnet werden.

Wollen Senioren etwas zu ihrer Rente hinzuverdienen, sind ihnen starre Grenzen gesetzt. Derzeit dürfen Rentner, die vorzeitig in den Ruhestand gehen oder eine Erwerbsminderungsrente erhalten, nur 400 Euro im Monat hinzuverdienen. "Alles, was darüber hinausgeht, kann dazu führen, dass die Rente nicht voll ausgezahlt wird", sagte Martin Schafhausen, Anwalt für Sozialrecht in Frankfurt am Main. Als Hinzuverdienst gelten nicht nur der Bruttolohn, sondern auch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder Gewerbetätigkeit.

Je nach individueller Hinzuverdienstgrenze könne die Rente dann anteilig um ein Viertel, die Hälfte oder drei Viertel gemindert werden oder sogar ganz wegfallen. Wie viel Rentner hinzuverdienen dürfen, hängt unter anderem von ihrem früheren Verdienst ab und davon, wie lange sie in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Ruheständler sollten deshalb immer einen Blick in ihren Rentenbescheid werfen: "Dort sind die Hinzuverdienstgrenzen aufgelistet", sagte Schafhausen, der auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein ist.

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Probleme bereite die bisherige Regelung vor allem dann, wenn das Einkommen des Rentners monatlich schwanke. "Also zum Beispiel, wenn ich in einem Monat 350 Euro verdiene, im nächsten aber 600 oder noch mehr", erläuterte Schafhausen. Denn dann könne die Rentenversicherung Geld zurückverlangen – rückwirkend für einen Zeitraum bis zu vier Jahren.

Nach den Plänen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sollen Rentner, die vorzeitig Rente beziehen und zusätzlich arbeiten, künftig mehr hinzuverdienen dürfen. Statt monatlich 400 Euro soll sich die Obergrenze am höchsten Gehalt der letzten 15 Berufsjahre orientieren.

Die gelockerten Grenzen sollen dabei allerdings nur für Versicherte gelten, die mindestens 63 Jahre alt sind und mindestens 35 Jahre Versicherungsjahre nachweisen können.

Autor: tmn


2 Kommentare

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Michael Grunau

Registriert seit: 17.09.2010

Kommentare: 93

18. August 2012 - 14:04 Uhr

Liebe Bz-Redaktion, bevor sie den Artikel so veröffentlichen, sollten Sie einen Faktencheck auf den Homepages der Krankenkassen machen, denn durch Ihrem Artikel ensteht der Eindruck, das jeder Rentner nur max. 400,00€ dazuverdienen darf, dem ist nicht ganz so, denn normale Rentner ab erreichen des Regelrentenalters dürfen so viel hinzuverdienen wie sie können.
siehe: http://www.aok-business.de/fachthemen/sozialversicherungsrecht/versicherung/verwandte-themen/hinzuverdienstgrenzen/

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Martin Zieliech

Registriert seit: 13.04.2010

Kommentare: 166

19. August 2012 - 00:39 Uhr

"Derzeit dürfen Rentner, die vorzeitig in den Ruhestand gehen oder eine Erwerbsminderungsrente erhalten, nur 400 Euro im Monat hinzuverdienen. "

Ich finde das deutlich formuliert.. und gut erkennbar, dass es nicht um alle Rentner geht...

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